SPEAKER_2: Einen wunderschönen guten Tag und Willkommen bei Trekkiepedia.
SPEAKER_2: Wir sind...
SPEAKER_3: Peter, hallo Peter.
SPEAKER_2: Und Tanja, hallo Tanja.
SPEAKER_3: Hallo.
SPEAKER_2: Wir brauchen gar nicht so vor uns hingegiggeln, denn heute wird es auch ganz schön tierisch werden.
SPEAKER_2: Was gibt es da einen Grund für?
SPEAKER_3: Wir haben heute eine Gästin da, eine Fachfrau.
SPEAKER_3: Ja, ich sag einfach schon mal direkt Hallo.
SPEAKER_3: Hallo Bettina, wie schön, dass du da bist.
SPEAKER_2: Hi Bettina, willkommen bei Trekkiepedia.
SPEAKER_2: Wir freuen uns, dich da zu haben.
SPEAKER_2: Unser Thema wird heute sein, Tiere.
SPEAKER_2: Und damit meinen wir halt wirklich alle Lebewesen, die eben mehr oder weniger geistige Kapazitäten haben.
SPEAKER_2: Wie weit das gehen wird, werden wir dann auch noch im Folgenden erörtern werden.
SPEAKER_2: Und dafür werden wir dich brauchen, Bettina.
SPEAKER_2: Okay, wie kommen wir denn in das Thema rein?
SPEAKER_2: Wie starten wir?
SPEAKER_3: Ja, vielleicht stellen wir erst mal kurz mal Bettina nochmal vor.
SPEAKER_3: Also viele kennen dich bestimmt schon im Fandom, Bettina Wurche.
SPEAKER_3: Du bist online anzutreffen unter alias mehrtext.
SPEAKER_3: Du bloggst, du bist auf Social Media und ja, du bist Biologin, Meeresbiologin, Wissenschaftsjournalistin, Science-Bloggerin, habe ich schon gesagt.
SPEAKER_3: Und wir kennen dich natürlich von Conventions wie zum Beispiel der Fetcon, wo dich sicherlich viele her kennen, auch als Cosplayerin und als Vortragende.
SPEAKER_3: Ja, und da zum Beispiel auf der Fetcon dieses Jahr, also 2025, da ging es ja auch ein bisschen um, also im Science Roundtable, da ging es dann plötzlich auch so um Tierrechte, Tierethik und all das.
SPEAKER_3: Und da dachte ich, wunderbar, da frage ich dich doch, ob du uns hier auch unterstützt.
SPEAKER_3: So kam das.
SPEAKER_3: Ich verlinke natürlich deine Kontakte und dein Blog.
SPEAKER_3: Dann kann man sich ein Bild von dir machen.
SPEAKER_3: Und wie gesagt, du bist als Cosplayerin auch im Fandom bekannt.
SPEAKER_3: Und das ist ja natürlich auch sehr eindrücklich.
SPEAKER_3: Wir kennen dich als Twilg, als Andrianerin, als Vulkanerin, so jetzt auch auf unserem Cover.
SPEAKER_3: Und wie schön, dass du da bist.
SPEAKER_1: Hallo, Tanja und Peter.
SPEAKER_1: Vielen Dank für die Einladung.
SPEAKER_1: Ich hatte jetzt auch richtig Lust dazu.
SPEAKER_2: Sehr gerne.
SPEAKER_2: Wunderbar.
SPEAKER_2: Dein Alias ist Mehrtext, also mehr mit Doppel-E.
SPEAKER_2: Wie kommt es denn dazu?
SPEAKER_1: Ich habe mich vor über zehn Jahren selbstständig gemacht als Wissenschaftsjournalistin.
SPEAKER_1: Und da habe ich einfach einen Namen für meine Firma gesucht.
SPEAKER_1: Und dann saß ich in so einer Fortbildung und dann haben wir so rumgeflackst und auf einmal waren wir bei Mehrtext.
SPEAKER_1: Eigentlich wollte ich Paperfish nehmen, aber das war schon vergeben.
SPEAKER_1: Und dann kamen wir auf Mehrtext und das hatte noch niemand.
SPEAKER_1: Und seitdem bin ich als Mehrtext unterwegs.
SPEAKER_1: Und ich finde das immer noch genauso passend wie 2011, glaube ich, als wir das geprägt haben.
SPEAKER_2: Sehr treffend, sehr treffend.
SPEAKER_2: Also wirklich hervorragend.
SPEAKER_2: Vielen Dank.
SPEAKER_2: Das war eine Wissenslücke von mir.
SPEAKER_2: Aber wie gesagt, super passend zum Thema.
SPEAKER_2: Ich vermute mal, dass eines deiner Hauptinteressen, wenn du sagst mehr, das ist dann eben halt auch mehreres Säuger, wahrscheinlich eins deiner Hauptinteressen sind, bedeutet halt auch, da werden wir auch noch mal einen kleinen Blick drauf werfen, was dann am Ende für uns auch super interessant ist.
SPEAKER_2: Aber wie starten wir jetzt rein?
SPEAKER_2: Also ich würde erst mal sagen, wie definieren wir denn das Thema Tiere erst mal?
SPEAKER_1: Vielleicht sollten wir damit beginnen, was Tiere eigentlich sind und wie wir Tiere definieren, weil Tiere sind ja nicht Tiere, weil sie selber das sagen, sondern Tiere sind Tiere, weil wir das sagen.
SPEAKER_1: Eigentlich qualifizieren wir sie damit ab.
SPEAKER_1: Von den Menschen, diese Unterscheidung in Mensch und Tier, die ist so vor vielen, vielen Jahrhunderten gekommen.
SPEAKER_1: Der Mensch hat sich immer als die Krone der Schöpfung bezeichnet und maß sich damit auch das Recht an anderes zu benennen und einige Etagen unter ihm einzuordnen.
SPEAKER_1: Tiere sind eigentlich nur mehrzöllige Lebewesen.
SPEAKER_1: Ja, ich würde es mal dabei belassen, die mit uns da näher verwandten Säugetiere, wir sind ja selber eigentlich auch nur Säugetiere, wie wir seit dauernd wissen, die sind uns dann schon etwas ähnlicher.
SPEAKER_1: Die haben halt im Grundbauplan vier Extremitäten, sind im Grundbauplan landlebend, haben ein Gehirn, haben ein Herz wie wir, haben Gefühle, Emotionen, kommunizieren.
SPEAKER_1: Die sind uns eigentlich sehr ähnlich.
SPEAKER_2: Ja, und dabei sprichst du, glaube ich, nicht nur von Primaten, sondern halt wirklich Säugetieren jeglicher Couleur.
SPEAKER_1: Ja.
SPEAKER_2: Wobei man halt auch da bestimmt irgendwo Unterschiede machen kann.
SPEAKER_2: Fraglich, es ist sicherlich ein ethisches Thema, wo man diese Linie zieht, wo man in Anführungsstrichen, wo Mensch diese Linie zieht.
SPEAKER_2: Denn am Ende, du hast ja natürlich recht, du hast es gerade gesagt, wir als Menschen haben diese Definition aufgestellt und Tiere wissen davon gar nichts und die geht das halt auch gar nichts an.
SPEAKER_2: Und ich selbst besitze und das ist jetzt halt wirklich auch nochmal so ein Thema, ich besitze ein Tier, kann man Tiere besitzen?
SPEAKER_2: Ja, auf jeden Fall.
SPEAKER_2: Aber wenn es ein Homo sapiens sapiens ist, was ja eigentlich auch ein Tier ist, kann ich das besitzen?
SPEAKER_2: Nein, nicht wirklich.
SPEAKER_1: Wir sind jetzt gerade hier in unserer europäisch zentrischen Blase.
SPEAKER_1: Wir sind weiße, wir haben einen christlichen Hintergrund überwiegend in Europa und wir haben immer definiert, was andere Leute sind, ausmacht, machen dürfen und nicht dürfen.
SPEAKER_1: Wir haben auch lange Zeit andere Menschen besessen und in anderen Kulturen werden Tiere anders definiert.
SPEAKER_1: Auch das Verhältnis Mensch-Tier kann in anderen Kulturen vollkommen anders aussehen.
SPEAKER_1: Auch das Verhältnis von Mensch zu Mensch kann anders aussehen.
SPEAKER_1: Die haben zum Teil ganz andere juristische Eigenschaften.
SPEAKER_1: Als wir das hier bei uns laut BGB so haben, also das ist so unsere eigene Blase, in der wir uns gerade bewegen.
SPEAKER_1: Und nach unserer Blase, nach dem bürgerlichen Gesetzbuch, können wir Tiere besitzen.
SPEAKER_1: Sie sind Eigentum.
SPEAKER_1: Wir sind als Halter verantwortlich für Schäden, die sie anrichten.
SPEAKER_1: BGB sind unter anderem Bienen, die abhauen, extra geregelt.
SPEAKER_1: Das ist ganz lustig, der Bienenbananagraf.
SPEAKER_1: Und sie haben aber schon eine besondere Stellung.
SPEAKER_1: Sie sind schon etwas anderes als ein Tisch oder ein Stuhl, jedenfalls laut Gesetz.
SPEAKER_1: Und wie du sagtest, Peter, da werden große Unterscheidungen gemacht bei Tiergruppen.
SPEAKER_1: Und im Moment ist immer das Wichtigste, dass wir glauben, dass ein Tier ein Bewusstsein hat und Schmerz empfinden kann.
SPEAKER_1: Und diese Diskussion ist in den letzten Jahren, in den letzten 10, 15 Jahren vielleicht richtig abgegangen, weil wir durch weitere Forschung, auch im Meeresbereich, bei immer mehr Tieren entdeckten, dass sie Schmerz empfinden können, dass sie Emotionen haben, dass sie versuchen Schmerzen auszuweichen, dass sie persönliche Bindungen haben.
SPEAKER_1: Und das Ganze wird allmählich echt unübersichtlich.
SPEAKER_2: Aber das ist ja auch nichts, was irgendwie überraschend ist, oder?
SPEAKER_1: Ja, überhaupt gar nicht.
SPEAKER_2: Also wer jemals ein Tier besessen hat, den wundert das gar nicht, was du eben gerade zusammengefasst hast.
SPEAKER_2: Dass das so überraschend ist, überrascht mich eigentlich fast immer, dass wir dann immer von solchen grundlegenden Dingen überrascht werden, ist eigentlich fast schon ein bisschen komisch.
SPEAKER_2: Also wenn irgendwann mal hier ein Raumschiff vorbeischwebt und uns Menschen anschaut und uns darüber beurteilt, ich glaube, da kommen wir ganz schlecht weg, oder?
SPEAKER_1: Das denke ich auch.
SPEAKER_1: Das denke ich auch.
SPEAKER_1: Also ich glaube, die meisten Menschen würden ihren Tieren, die sie besitzen, auch ganz andere Eigenschaften zugestehen.
SPEAKER_1: Es geht bei uns aus unserer europäischen Sicht ja oft um Besitz und Reichtum.
SPEAKER_1: Und das Mehren von Macht und Reichtum.
SPEAKER_1: Und es gibt Menschen, die besitzen sehr viele Tiere.
SPEAKER_1: Massentierhaltung.
SPEAKER_1: Und Sklaven dürfen wir heute nicht mehr besitzen, aber wir können Tiere ausbeuten, bis es geht nicht weiter.
SPEAKER_1: Und diese Menschen, gerade diese Kreise, haben ein großes Interesse daran, diesen Status quo, wir besitzen Tiere, auch beizubehalten.
SPEAKER_1: Und die setzen sich auch sehr oft über Tierrechte hinweg.
SPEAKER_1: Allerdings auch Privatbesitzer.
SPEAKER_1: Da gab es gerade den Fall mit gequälten Kätzchen.
SPEAKER_1: Da hatte jemand neugeborene Kätzchen in den Schraubverschlussgläser eingeschlossen und sie so erstickt.
SPEAKER_1: Und der ist ohne Strafe davongekommen.
SPEAKER_1: Das ging gerade durchs Netz und das ist etwas, das macht mich schon ziemlich sauer.
SPEAKER_2: Oh ja, oh ja, oh ja.
SPEAKER_3: Jetzt haben wir also regelmäßige HörerInnen, während wissen wir, hier bei Trekkiepedia haben wir ja immer schon gesagt, aber Menschen sind ja auch nur Tiere.
SPEAKER_3: Also nach der Definition, wir haben Pflanzen auf dieser Erde, wir haben Pilze und wir haben Tiere, wozu wir irgendwie auch gehören.
SPEAKER_3: Wir überhöhen uns da, wir nehmen uns da gerne selber so raus.
SPEAKER_3: Darüber habt ihr ja gerade schon gesprochen und das ja schon sehr klar gemacht, wie wir als Gesellschaft oder so auch als Bevölkerungsgruppe uns da so positionieren.
SPEAKER_3: Da denke ich natürlich an Q, der schon in TMG damals sagte, die Menschen sind besonders wild und barbarisch.
SPEAKER_3: Und ja, da fragt man sich schon, wo ist da die Grenze?
SPEAKER_3: Wie ordnen wir das ein?
SPEAKER_3: Und wie du gesagt hast, da in den letzten Jahren hat sich im Verständnis ja doch schon auch einiges getan.
SPEAKER_3: Aber auch wie du gesagt hast, wir sind hier in bestimmten Kulturkreisen.
SPEAKER_3: Wir leben hier in bestimmten Situationen, die auch ja schon auch sehr privilegiert sind.
SPEAKER_3: Und uns dann zum Beispiel dahingehend jetzt auch rausnehmen konnten zum Beispiel, dass sich in der Gesellschaft so viel geändert hat, dass viele vegan leben können und und und was das alles mit sich bringt.
SPEAKER_3: Und also das hat natürlich auch ja, das ist eine gesellschaftliche Entwicklung.
SPEAKER_3: Und daraus entwickeln sich dann eben auch ganz viele solche Diskussionen.
SPEAKER_3: Wobei so die Idee, welche Rechte Tiere haben oder wie man mit ihnen umgehen sollte, gibt es eigentlich seit jeher.
SPEAKER_3: Also das findet sich in der Bibel.
SPEAKER_3: Das sind die alten Philosophen.
SPEAKER_3: Überall, wo wir Aufzeichnung finden, finden wir auch dieses Thema.
SPEAKER_3: Das heißt, es beschäftigt uns als Menschheit eigentlich auch schon immer.
SPEAKER_1: Ja, auf jeden Fall.
SPEAKER_1: Das ist ja auch absolut faszinierend, weil andere Lebewesen mit uns ja oft in Interaktionen eingehen.
SPEAKER_1: Und wir sehen ja, wie etwas leben kann, wie es wächst, wie es auch sterben kann.
SPEAKER_1: Und das ist ja schon klar, dass die belebte Natur auch sterben kann.
SPEAKER_1: Etwa ein Baum oder sowas.
SPEAKER_1: Obwohl es nicht allen Leuten in Deutschland klar ist, dass Bäume sterben können.
SPEAKER_1: Ich bin manchmal fassungslos, was Leute nicht wissen.
SPEAKER_1: Ja, krass.
SPEAKER_1: Okay.
SPEAKER_1: Ja, hatte ich vor kurzem in einer Grillrunde.
SPEAKER_1: Da war jemand völlig überrascht, dass Bäume sterben können.
SPEAKER_1: Aber das erklärt natürlich eine ganze Menge, wie Leute so mit Pflanzen umgehen.
SPEAKER_1: Oh ja, ist ein Riesenfass.
SPEAKER_2: Witzigerweise, Entschuldigung, weil du es gerade sagst.
SPEAKER_2: Ganz häufig habe ich das Gefühl, wenn wir von Tieren sprechen oder Lebewesen, dann höre ich ja Lebewesen oder Pflanzen.
SPEAKER_2: Und diesen Schritt, was soll das?
SPEAKER_2: Was soll diese Unterscheidung in Lebewesen oder Pflanzen?
SPEAKER_2: Heißt das, Pflanzen sind keine Lebewesen?
SPEAKER_2: Also ganz gezielte Ausgrenzung?
SPEAKER_2: Oder meinen die noch irgendwas anderes als das?
SPEAKER_2: Pilze oder was weiß ich?
SPEAKER_2: Oder eben Xenolebewesen, die wir vielleicht noch gar nicht kennen.
SPEAKER_2: Von anderen Planeten, was auch immer.
SPEAKER_2: Oder was ist damit gemeint?
SPEAKER_2: Okay, jetzt verstehe ich auch, was du gerade meintest.
SPEAKER_2: Ich war gerade ein bisschen ungläubig, dass es solche Menschen gibt, die eben so was denken.
SPEAKER_2: Aber scheinbar ist es vertretener, als wir wahrnehmen wollen.
SPEAKER_1: Ich war echt schockiert, weil das war schon jemand, der Zugang zur Bildung hat.
SPEAKER_1: Oder da möchte ich gar nicht wissen, wie es bei Leuten aussieht, die keinen Zugang zur Bildung.
SPEAKER_1: Oder die ihren Zugang zur Bildung eher nicht so nutzen können.
SPEAKER_1: Das ist wertungsfrei, Entschuldigung.
SPEAKER_3: Ja, ja.
SPEAKER_2: Entschuldigung, Tanja hat es gerade angesprochen.
SPEAKER_2: Generell würde ich übrigens auch die Bibel nicht als, naja, Lehrmaterial heranziehen.
SPEAKER_2: Das ist eher nicht meine Quelle, aber ich weiß, was du meinst.
SPEAKER_3: Es ging darum, dass wir eben in alten Schriften Nachweise dafür finden, dass es ein Thema ist, das früher auch Menschen schon beschäftigt hat.
SPEAKER_1: In der Bibel steht übrigens ganz explizit drin, jedenfalls so wie europäisch zentrische Puritaner und evangelische und so das lesen auch Katholiken, dass wir uns die Erde untertan machen sollen.
SPEAKER_1: Und da gibt es einen extrem interessanten Roman von Andy Prow, die ich wahnsinnig schätze für ihr Buch Schiffsmeldungen und der heißt Bark Skin unter harter Rinde oder harte Rinde ist die deutsche Übersetzung.
SPEAKER_1: Und da geht es um genau dieses Verhältnis von Europäern beziehungsweise indigenen Völkern in Nordamerika in ihr Verhältnis zum Wald.
SPEAKER_1: Und das ist ein Roman, den fand ich wirklich krass.
SPEAKER_1: Der ist wie Donnerschlag, weil da diese christliche Haltung macht euch die Erde untertan, bestellt das Land fruchtbar, das ist gottgefällig, das ist so der Befehl zum, ja, zum Roden gewesen.
SPEAKER_2: Zum Raubbau, ja.
SPEAKER_2: Ja und wo du es gerade sagtest, das sind halt Völker, die eben keinen Zugang zu unserer Art von Bildung haben und die aber sicherlich wissen, dass ein Baum sterben können.
SPEAKER_1: Oh ja, ganz bestimmt.
SPEAKER_1: Die haben eine komplett andere Bildung.
SPEAKER_1: Es ist genau der Punkt.
SPEAKER_1: Also mich hatte dieser Roman insofern erschreckt, als ich daran gesehen habe, wie weit zurück diese totale Ausbeutung und die Wurzel des Kapitalismus geht und wie das mit dem Christentum so verwoben ist.
SPEAKER_1: Das war mir vorher nicht so bewusst.
SPEAKER_2: Also ich will jetzt nicht unbedingt ein Christen-Bashing einführen, aber ja, dieses tue dies, tue das und gehört alles dir, muss es dir nur nehmen, ist ein schwieriges Konzept.
SPEAKER_1: Ich weiß nicht, wie es in anderen Religionen so aussieht.
SPEAKER_1: Da bin ich jetzt ganz zurückhaltend.
SPEAKER_1: Ich habe es jetzt nur hier so explizit vorgeführt bekommen.
SPEAKER_1: Also da muss ich auch einfach sagen, da habe ich zu wenig Wissen über andere.
SPEAKER_2: Genau, richtig.
SPEAKER_2: Geht mir genauso.
SPEAKER_1: Und es ist aber ein ganz großer Unterschied zwischen den Buchreligionen und dem Anspruch, dann sein Verhältnis zum Tier zu definieren, das eben abzuwerten.
SPEAKER_1: Und der Unterschied zu eher naturalistischen Spiritualitäten, da ist das oft anders.
SPEAKER_1: Aber ich würde das auch nicht verallgemeinern.
SPEAKER_1: Wir sind jetzt ziemlich weit abgekommen, Entschuldigung.
SPEAKER_2: Alles gut.
SPEAKER_2: Ich finde, es ist ein guter Denkanstoß, weil das ganz tief in das hineinführt, was wir dann als Tierethik besprechen.
SPEAKER_2: Und das ist halt einfach die Grundlage dessen, was dann halt einfach auch in Gesetzen steht.
SPEAKER_2: Also da machen wir uns nichts vor.
SPEAKER_2: Egal wie einfach das ist, was wir uns gerade so zusammengebaut haben.
SPEAKER_2: Am Ende ist es nichts anderes als die Grundlage für das, was dann eben in unseren Gesetzen steht.
SPEAKER_2: Weil anders können wir an dieses Thema nicht rangehen.
SPEAKER_2: Weiser als das werden wir halt in diesem Zusammenhang wahrscheinlich auch nicht mehr werden.
SPEAKER_3: Ja genau, es fließt halt dann einfach in unsere Gesetze und anderen Grundlagen, wie unser Selbstverständnis ist.
SPEAKER_3: Das bildet sich ja darin ab.
SPEAKER_3: Und in der Tierethik, also ich meine, der Mensch steht über allem, dass wir eben dieses anthropozentrische Denken.
SPEAKER_3: Aber wir sind ja eigentlich, wenn ich so sage, wir hier in Deutschland, zum Beispiel unsere Gesetze, so wie ich das verstehe, basieren eher auf diesem pathozentrischen, dass man sagt, okay, wir sehen, da gibt es Leiden, da jemand ist oder ein Tier ist leidensfähig.
SPEAKER_3: Also ist da ein gewisser moralischer Eigenwert, dieses empfindungsfähige Wesen zu schützen.
SPEAKER_3: Und darauf basiert dann zum Beispiel unser Tierschutzgesetz oder Selbstverpflichtungen von Unternehmen oder der Forschung.
SPEAKER_3: Und dem versuchen, irgendwie Rechnung zu tragen.
SPEAKER_3: Aber wie weit das ausgestaltet ist, wie sich das dann praktisch darstellt, das ist natürlich dann wieder eine Frage der aktuellen Gesellschaft und der politischen Entwicklungen.
SPEAKER_3: Und natürlich auch landesspezifisch.
SPEAKER_3: Also klar, jetzt hier bei uns in Deutschland haben wir im Grundgesetz einmal stehen, ja, es ist allgemeines Ziel des Staates, Tiere zu schützen.
SPEAKER_3: Das Tierschutzgesetz regelt Gebote und Verbote.
SPEAKER_3: Und dann, aber wir haben ja auch schon festgestellt, unterm Strich behandeln wir aber im Rechtssystem Tiere eher sächlich.
SPEAKER_3: Wir können sie kaufen, wir können sie besitzen.
SPEAKER_3: Und hier jemand, der seine Kätzchen im Einmachglas erstickt, hat im Zweifel seinen eigenen Besitz einfach nur geschädigt.
SPEAKER_3: Ja, und es ist nicht zu ahnden.
SPEAKER_3: Es ist unglaublich, ja.
SPEAKER_1: Wobei, man kann ja unser Verhältnis zum Tier auch mal von der Außenwarte betrachten, zum Beispiel von der Warte von Menschen in Asien.
SPEAKER_1: Bei denen ist der Tierschutz jetzt nicht so hoch aufgehängt.
SPEAKER_1: Also das ist schon ziemlich heftig, wie die zum Teil mit Tieren umgehen, diese ganzen Massentier-Pelz-Zuchten oder so was.
SPEAKER_1: Nur da geht es auch oft Menschen nicht schlecht.
SPEAKER_1: Die werden zum Teil auch völlig anders ausgebeutet und haben viel weniger Rechtsschutz als wir das haben, können das auch nicht durchsetzen.
SPEAKER_1: Und ich finde das immer schwierig, jemandem Tierquälerei vorzuwerfen, wenn ich weiß, dass bei denen vielleicht auch in der Familie die Leute nicht mal gut behandelt werden.
SPEAKER_1: Es ist auch wieder so unsere Sicht, unsere sehr privilegierte Sicht.
SPEAKER_1: Das muss man, glaube ich, auch noch damit einbeziehen.
SPEAKER_3: Ja, auf jeden Fall.
SPEAKER_1: Das ist schon frustrierend.
SPEAKER_2: Ja, aber so dunkel ist es insgesamt eigentlich gar nicht.
SPEAKER_2: Also generell, ich finde es generell ein bisschen schwierig, nur aufgrund von Leiden irgendwas zu definieren.
SPEAKER_2: Natürlich, wir versuchen das damit zu verhindern.
SPEAKER_2: Dafür ist das Gesetz da.
SPEAKER_2: Zu sagen, okay, kann das leiden, dann versuchen wir das zu verhindern, dass das eben passiert.
SPEAKER_2: Aber zu sagen, okay, das ist ein Tier, das des Leidens fähig ist und deswegen hat es mehr Ansprüche als ein Tier, das es vielleicht noch nicht nachgewiesen bekommen hat, schwierig.
SPEAKER_2: Aber gut, okay, das ist eher eine ethische als eine wissenschaftliche Rangehensweise.
SPEAKER_1: Es ist ja auch eine Frage, wo man damit hingeht und wo das endet, ob wir dann überhaupt noch einen Schritt machen möchten.
SPEAKER_1: Wenn ich mich recht entsinne, gibt es in Indien eine Gruppe von Leuten, die möchte auch keinen Insekten einherchen krümeln und die fegen vor sich den Boden, während sie laufen.
SPEAKER_1: Also irgendwann wird das Leben auch sehr schwierig, wenn man Tierschutz jetzt bis zum Ende durchdenkt.
SPEAKER_1: Also das muss man ja auch mal gucken, was für uns so praktikal ist.
SPEAKER_3: Ja, weil die pure Existenz oder die Fortbewegung und alles natürlich auch andere dann schon tötet.
SPEAKER_3: Also jeder jedes Reiben im Auge hat vielleicht dann dort schon irgendwelche Organismen getötet.
SPEAKER_3: Also das geht dann sehr weit.
SPEAKER_3: Aber ja, da ist halt die Frage, wo will man die Grenze ziehen und wie weit will man gehen und wem oder was will man eben auch entsprechende Rechte zugestehen.
SPEAKER_3: Also diese Definition von naja, aber wenn empfindungsfähig und leidensfähig, dann muss man bestimmte Maßstäbe ansetzen.
SPEAKER_3: Aber unterm Strich setzen wir sie dann doch nicht so ganz an.
SPEAKER_3: Beziehungsweise definieren das natürlich auch wieder nur, wo da die Grenzen sind.
SPEAKER_3: Und dann hat sich, wenn ich so gucke auf die Tierrechte, was die moderne Tierrechtstheorie so gibt, da hat sich in den 70er Jahren ein bisschen was getan.
SPEAKER_3: Also Richard Reiner, der den Begriff des Speziesismus prägte, analog zum Rassismus.
SPEAKER_3: Da hattest du ja vorhin quasi auch schon die Brücke geschlagen.
SPEAKER_3: Das ist natürlich sehr augenscheinlich.
SPEAKER_3: Man kann da gar nicht dran denken, finde ich.
SPEAKER_3: Und das ist natürlich auch ein Thema, was wir hier im Star Trek-Podcast schon öfters hatten.
SPEAKER_3: Speziesismus natürlich ist ein Thema.
SPEAKER_3: Und dann Peter Singer natürlich, der da auch sehr ausführlich über die Befreiung der Tiere gesprochen hat und die Gleichheit, die Berücksichtigung der Interessen, also jetzt nicht die absolute Gleichheit aller Lebewesen, aber die Gleichheit in der Berücksichtigung ihrer Interessen, was natürlich dann auch wieder heißt, man muss interpretieren, wie sind denn diese Interessen zu werten und wahrzunehmen.
SPEAKER_3: Es ist immer alles eine Frage der eigenen Wahrnehmung und der Zuschreibung, die man anderen zugestellt, ne?
SPEAKER_1: Ja, in den 70er Jahren ging das auch mit dem Wahlschutz los.
SPEAKER_1: Da geht eigentlich die gesamte Öko-Bewegung los, Wahlschutz und sowas alles.
SPEAKER_1: Und ich denke, das ist nicht zufällig in dieser Zeit passiert, das erzähle ich bei meinem Star Trek und die Wahle Vortrag auch immer, weil das ist die Zeit nach dem letzten Weltkrieg, wuchs jetzt eine neue Generation heran.
SPEAKER_1: Diese Leute haben eben keine eigene persönliche existenzielle Not mehr gehabt, sondern die waren satt und zufrieden und die konnten sich jetzt auch um andere Wesen kümmern und sich darüber aufregen, wie man die behandelt.
SPEAKER_1: Die brauchten es nicht mehr zum Überleben.
SPEAKER_1: Und Star Trek hat diese Zeitströmung ja auch so einige Wahle mit aufgegriffen, eben unter anderem in dem Kinofilm Vier Voyage Show.
SPEAKER_1: Also da ist es ja ganz stark.
SPEAKER_3: Genau, das war ja Leonard Nimoy tatsächlich ein großes Anliegen, dieses Umwelt-
SPEAKER_3: und Tierschutzthema einzubringen und hier eben den Schutz der Wahle voranzubringen, ja.
SPEAKER_1: Okay, also es ist ihm per Exzellent gelungen.
SPEAKER_1: In der gleichen Zeit sind viele Ökoromane auch im Science-Fiction-Bereich entstanden und eigentlich schon so die Vorbote der heutigen Climate-Fiction, wo es um Klimakrisenvermittlung und sowas geht.
SPEAKER_1: Also so das Wort für Welt ist Wald oder so etwas von Ursula Kegwin.
SPEAKER_1: Das ist zum Beispiel sowas in diese Richtung, wo es um einen Planeten gibt, auf dem Wälder erhalten werden sollen.
SPEAKER_1: Es ist ein Waldplanet, in dem ein Volk wohnt, das ein bisschen mit den Menschen verwandt ist, aber nicht so sehr.
SPEAKER_1: Und diese Eingeborenen und ihre Wälder werden jetzt ausgebeutet von Menschen, die diesen Planeten kolonisieren wollen.
SPEAKER_1: Und da geht es schon ganz stark in diese Öko-Richtung rein.
SPEAKER_1: Es ist auch Öko-Feminismus dabei und so.
SPEAKER_1: Das ist ziemlich interessant, diese Zeit.
SPEAKER_3: Ja.
SPEAKER_3: Bettina, du hattest ja eben gerade auch schon gesagt, ich meine, in Indien die Personengruppe, die vor sich den Boden kehren, um möglichst niemanden tot zu treten.
SPEAKER_3: Und das ist natürlich auch so ein bisschen, was man zum Beispiel bei Peter Singer, also was Kritiker da anmerken, wie weit will man gehen.
SPEAKER_3: Und würde er zum Beispiel mit seinen Prinzipien soweit gehen, die Schädlungsbekämpfung möglicherweise zu Hause durchzuführen?
SPEAKER_1: Ja, genau.
SPEAKER_3: Dann eben nicht, wie weit will man gehen?
SPEAKER_1: Ich habe gerade einen Genozid schon wieder angerichtet unter den Lebensmittel-Motten.
SPEAKER_3: Oh ja.
SPEAKER_1: Genau, das ist nämlich der Punkt, da wollte ich sonst auch noch draufkommen.
SPEAKER_1: Oder Mücken.
SPEAKER_3: Ja, aber total verständlich, das ist natürlich so ein Thema, Lebensmittel-Motten, wir kennen sie alle.
SPEAKER_1: Genau, und Mücken und kleine, fiese Andriften, die schwerste Krankheiten verbreiten.
SPEAKER_1: Ja, genau.
SPEAKER_3: Genau, ja, also für uns fies, klein und lästig und auch sehr leicht zu bekämpfen.
SPEAKER_3: Und das ist natürlich ein besonders interessanter Punkt, wo dann Star Trek auch drauf gucken kann.
SPEAKER_3: Also auf der einen Seite sehen wir Tiere, wie wir eben Tiere aus unserer heutigen Perspektive auch sehen, erleben und mit ihnen umgehen.
SPEAKER_3: Aber wir sehen eben auch das andere, das typisch Science-Fiction-mäßige.
SPEAKER_3: Aber vielleicht gucken wir erst mal drauf, wie Tiere denn so selbstverständlich für uns quasi dargestellt werden.
SPEAKER_3: Manchmal kann man sich fragen, ist das eine gute Haltungsform?
SPEAKER_3: Aber ja, wir sehen Tiere in Star Trek.
SPEAKER_3: Wir sehen mal einen Hund, mal eine Katze und so weiter, Fische.
SPEAKER_3: So zum Beispiel dieser in TUS, Kirk durch zwei, gleich Fragezeichen.
SPEAKER_3: Da haben wir diesen Alpha 177 Hund, also ein kleiner Hund, der ein kleines Kostüm mit einem Einhorn trägt auf dem Kopf.
SPEAKER_1: Ach der ist das, ja.
SPEAKER_3: Genau.
SPEAKER_3: Der beim Hochbeamen, genau wie Kirk, eben in zwei Persönlichkeitshälften aufgespalten wird.
SPEAKER_3: Und dann haben wir eben zwei Hunde, einen sehr aggressiven, bissigen und einen sehr lahmfromm, ängstlichen Hund.
SPEAKER_3: Und dann bei der vermeintlichen Reparatur des Transporters, wo man jetzt nicht ganz weiß, klappt das jetzt schon wieder mit dem Beam oder nicht.
SPEAKER_3: Was nimmt man natürlich?
SPEAKER_3: Den Hund.
SPEAKER_3: Das Versuchstier wird herangezogen.
SPEAKER_3: Ja, das ist sehr abschleubswürdig.
SPEAKER_3: Beide Hunde kommen auf die Transporterplattform.
SPEAKER_3: Und er überlebt leider nicht.
SPEAKER_3: Ja, er wird wieder zusammengeführt, aber er wird totmaterialisiert.
SPEAKER_3: Und die Schwere der Geschichte besteht eigentlich darin, dass wir jetzt wissen, oh je, für Körk, wie kriegen wir den denn jetzt wieder zusammen?
SPEAKER_3: Also der ist ja momentan aufgespalten in zwei irgendwie nicht lebensfähige Teile.
SPEAKER_3: Und ja, dann nimmt man das so hin, dass der Hund jetzt stirbt.
SPEAKER_1: Ja, ja.
SPEAKER_3: Ja, oder wir haben Tribble, sehr inflationär, die lästigen kleinen Tiere, wie die Lebensmittel-Motten, sag ich mal.
SPEAKER_3: Also quasi so eine Space-Kaninchen-Darstellung, so typische Meerschweinchenlaute machen, die sich sehr schnell vermehren und die ja irgendwie lästig werden und denen man sich dann entledigen will.
SPEAKER_2: So heuschreckenartig fast, ne?
SPEAKER_3: Ja, ja, absolut.
SPEAKER_1: Noch schneller als heuschrecken vermehren die sich.
SPEAKER_1: Was ich interessant finde, bei den Tribbles sieht man nicht, dass die irgendwie nur breitgeschlagen werden.
SPEAKER_3: Ja, stimmt.
SPEAKER_1: Also bei Motten machen wir das, aber bei den Tribbles nicht.
SPEAKER_1: Das ist schon mal auf jeden Fall was ganz anderes.
SPEAKER_2: Ja, aber die haben Fell.
SPEAKER_1: Ja.
SPEAKER_3: Ja, der Niedrigkeitsfaktor.
SPEAKER_3: Die sind zu groß.
SPEAKER_1: Ich muss allerdings sagen, dass ich ein Kochbuch gefunden habe und da sind ganz viele Rezepte für Tribbles dabei.
SPEAKER_2: Was essen die denn?
SPEAKER_2: Was essen die denn so?
SPEAKER_2: Nein, das war nur ein Scherz.
SPEAKER_2: Entschuldigung, das war ein Witz.
SPEAKER_1: Ich habe keine Ahnung, was Tribbles essen.
SPEAKER_2: Alles.
SPEAKER_1: Ich weiß nur, dass man Tribbles gut essen kann.
SPEAKER_2: Ah, okay.
SPEAKER_3: Getreide.
SPEAKER_3: Quattro 30 Kale.
SPEAKER_1: Ja, genau, genau.
SPEAKER_1: Das war auf diesem Schiff, wo das Getreide transportiert wurde.
SPEAKER_1: Ja.
SPEAKER_1: Das ist die Frage, ob sie sterben, wenn man ihnen das Getreide entzieht und sie hungern lässt, oder ob sie sich dann trotzdem weiter vermehren.
SPEAKER_3: Ja, eigentlich war das ja tatsächlich der Punkt, der Plot-Point, dass man sie nicht füttern darf.
SPEAKER_3: Sonst vermehren sie sich.
SPEAKER_3: Fragt man sich auch, wie die sonst überleben.
SPEAKER_1: Ja, eben.
SPEAKER_1: Also die scheinen dann in Stasis zu gehen oder so.
SPEAKER_1: Also das ist da nicht wirklich ausgeführt, wie man Chippels tatsächlich bekämpfen kann.
SPEAKER_1: Sie werden dann nachher ja einfach als Problem zu den Klingonen verlagert.
SPEAKER_3: Ja, genau.
SPEAKER_3: Beziehungsweise man kann sie auch vergiften sozusagen.
SPEAKER_2: Das heftet aber auch dieser ganzen Spezies das Etikett eines Problems an.
SPEAKER_2: Also das ist eine Problem Spezies.
SPEAKER_2: Das ist der Problembär, wie wir uns vielleicht noch erinnern in Deutschland.
SPEAKER_2: Und finde ich ein bisschen schwierig, einer ganzen Spezies dieses Problem Etikett anzuhängen.
SPEAKER_2: Natürlich, für uns stellt das alles ein Problem dar.
SPEAKER_2: Nicht nur, weil die uns direkt gefährden, sondern halt auch unsere Nahrung und so weiter, wo wir eben großen Schaden anrichten können, aus unserer Sicht.
SPEAKER_2: Aber ich meine, sind das Schädlinge?
SPEAKER_2: Oder sind die halt auch einfach nur aus ihrem Biotop herausgenommen und vermehren sich deswegen so rasant?
SPEAKER_2: Wir erinnern uns vielleicht, in Australien gibt es, da gab es so eine Froschplage, die eingeschleppt worden sind.
SPEAKER_2: Und dann hat man sich gedacht, jetzt weiß ich gar nicht, ob die dann gesagt haben, okay, jetzt holen die sich einen Jäger dieser Frösche und haben sich gleich das nächste Problem ins Boot geholt.
SPEAKER_2: Und es ist ein bisschen schwierig, dann zu sagen, ja, das Problem ist diese Spezies.
SPEAKER_2: Das Problem ist, dass die überhaupt dort sind.
SPEAKER_2: Die Spezies sind nicht das Problem, sondern, dass die am falschen Ort sind.
SPEAKER_2: Ich glaube, das ist ganz wahrlich das Problem.
SPEAKER_1: Auf jeden Fall, gerade in Australien ist man ja sehr erfahren.
SPEAKER_1: Da hat man ja eigentlich mit den Kaninchen schon die gleiche Erfahrung gemacht, wie jetzt mit den Ochsenfröschen.
SPEAKER_3: Mit den Kaninchen ist das ja häufig passiert, also sehr, selbst bei uns hier in Deutschland und so weiter.
SPEAKER_3: Ja, spannend.
SPEAKER_3: Und bei den Tribbles, also zumindest Star Trek Prodigy, versucht er noch mal so ein bisschen weiterzudenken.
SPEAKER_3: Und da treffen wir auf einen alten klingonischen Wissenschaftler, der versucht, im Exil sozusagen die Tribble-Lösung herbeizuführen im Labor, hat klicklich gescheitert.
SPEAKER_3: Und dann kommt unsere Prodigy-Crew dazu und Rocktalk, die ja als Wissenschaftlerin dann da eben auch mit Hand anlegt und erst denkt, sie hat es vielleicht nur schlimmer gemacht, weil sie hat dann ein bisschen ein Tribble noch mal mehr gehen verändert.
SPEAKER_3: Und da ist dann ein Tribble entstanden mit Gesicht und Beinchen.
SPEAKER_3: Also der, der mehr Zugang zu uns quasi liefert, also mehr direkte Kommunikation durch eben Meme-Make, durch Laute.
SPEAKER_3: Und das ist dann der Tribble, der quasi dann in Interaktion mit diesen genveränderten Tribbles, die mittlerweile wirklich immens groß geworden sind und Riesengefahr darstellen, dann Hilfe für unsere Crew und für den Klingon darstellt.
SPEAKER_3: Also da gibt es dann die Möglichkeit, in Interaktion zu gehen.
SPEAKER_3: Das fand ich ganz schön, dass Podigee natürlich dann auf so eine kindgerechte Art und Weise diese Geschichte versucht, ein bisschen weiterzudenken.
SPEAKER_1: Ja, allerdings.
SPEAKER_1: Also man hätte denen ja auch einfach die Anti-Baby-Pille geben können.
SPEAKER_1: Das machen wir ja bei Tauben oder bei anderen Tieren auch.
SPEAKER_3: Ja, in der Tat, ja.
SPEAKER_3: Dann sehen wir halt ganz viele andere Tiere hier und da mal.
SPEAKER_3: Wir sehen vor allem auch ganz viele Aquarien.
SPEAKER_3: Das ist so ein gewisser Trend gewesen, vor allem in TMG.
SPEAKER_3: Auch der Enterprise D viele Aquarien zu zeigen, wo man natürlich einerseits argumentieren könnte, sind es wirklich Aquarien, sind es vielleicht Holographien?
SPEAKER_3: Aber, ne, also gerade bei Trekkiepedia, Peter und ich, wir haben ja schon ganz viele Ideen gehabt, wie das sich zum Beispiel mit Livings, in dem Fisch in Piccars Bereitschaftsraum darstellen könnte, ne?
SPEAKER_3: Ist er echt, ist er nicht echt?
SPEAKER_3: Ist er vielleicht Teil der Crew?
SPEAKER_3: Hat er Möglichkeiten, noch woanders hinzuschwimmen?
SPEAKER_3: Es gibt viele Dinge, an die man denken kann.
SPEAKER_2: So Darwin-mäßig, dass er sich auf dem Schiff, ich mein Schiff, ne?
SPEAKER_2: Ich wollte es gerade sagen.
SPEAKER_2: Aber...
SPEAKER_1: Ich wollte es gerade sagen.
SPEAKER_2: Ja, genau.
SPEAKER_2: Aber bei einem Fisch, wo man in der Regel ja nicht physisch interagiert, sondern wirklich nur visuell, da bietet es sich ja eigentlich an, wenn es ein wirklich original, richtig 3D oder vielleicht holographischer Monitor ist.
SPEAKER_2: Das wäre ja einfach.
SPEAKER_2: Da braucht man halt kein Lebewesen dahin zu stellen.
SPEAKER_2: Aber da ist halt auch die Frage, ist das richtig, dann zu sagen, wir tun so, als wenn da ein Lebewesen wäre, oder nehmen wir tatsächlich ein Lebewesen und nehmen das da immer mit?
SPEAKER_2: Schwierig, kann ich gar nicht beantworten, aber die Frage stellt sich trotzdem.
SPEAKER_1: Ja, genau ist es.
SPEAKER_1: Und zwar genau an dem Punkt, weil mit diesem Tier ja tatsächlich nicht körperlich interagiert wird.
SPEAKER_1: Also man kann auch mit Fischen körperlich interagieren, aber Picard tut das natürlich nicht.
SPEAKER_1: Und da ist für mich schon die Frage, da hätte man auch wirklich innovativ offen damit umgehen können, dass man dann eben ein Hologramm macht und das auch offen propagiert, dass wir es heute nicht mehr nötig haben oder zur Zeit von Star Trek Next Generation nicht mehr nötig haben, ein Tier so zu halten, um uns daran zu erfreuen.
SPEAKER_1: Weil es ist für den Fisch ja ziemlich blöd, da allein im Aquarium zu hocken.
SPEAKER_2: Ja gut, den Fisch kann man halt nicht fragen, aber es liegt zumindest nahe, dass es so ist.
SPEAKER_2: Wissen wir aber ja auch nicht wirklich.
SPEAKER_1: Oh, Fische sind sehr sozial.
SPEAKER_1: Viele Arten sind sehr sozial.
SPEAKER_2: Okay, mag sein.
SPEAKER_2: Gut zu wissen.
SPEAKER_2: Also wie gesagt, ich bin halt kein, ich bin nicht der Fischtyp.
SPEAKER_2: Ich bin eher Canis lupus familiaris, ist eher meine Spezies, die ich halt tatsächlich auch hier in einstelliger Zahl hier halte, nämlich einen.
SPEAKER_1: Also dann würde ich Fische vorziehen, ganz klar.
SPEAKER_3: Also um es nochmal zu unterschätzen.
SPEAKER_1: Man kann mit Fischen interagieren.
SPEAKER_1: Und die reagieren auch auf einen und die merken sich auch Personen.
SPEAKER_1: Und sie merken sich auch Gesichtszüge anderer Fische.
SPEAKER_1: Zum Beispiel gibt es da unter anderem V-Muster, also gibt es bei einigen Arten.
SPEAKER_1: Also viele Fische haben UV-Nuancen, die nachts leuchten und sie können das dann auch sehen.
SPEAKER_1: Und ich hatte bei Helen Scales, einer ganz tollen Meereslogan, die fantastische Bücher schreibt über das Meer.
SPEAKER_1: Bei ihr hatte ich gelesen, dass sie einen Bestand von Napoleon Fischen, das sind sehr große, ich glaube Zackenbarsche, kennengelernt hatte beim Tauchen und sich diese Fische im UV-Muster auf dem Gesicht unterscheiden und sich persönlich kennen.
SPEAKER_3: Wow.
SPEAKER_1: Also die sind ganz anders, als wir das immer so denken.
SPEAKER_3: Ja, das ist genau der Punkt, wo wir vorhin schon waren.
SPEAKER_3: Was kriegen wir mit?
SPEAKER_3: Die Gesichtspunkte, die wir anlegen zur Bewertung oder zur Einordnung, basiert ja möglicherweise auf Halbwahrheiten oder viel zu wenig Informationen.
SPEAKER_3: Ja, so spannend.
SPEAKER_3: Also findet Nemo, hat einen einen wahren Hintergrund.
SPEAKER_2: Ja, aber genau das ist ja der Punkt.
SPEAKER_2: So ähnlich wie die Frage Macht ein Baum, der im Wald umfällt, ohne dass es jemand hört, macht er ein Geräusch?
SPEAKER_2: Ist es halt auch so die Frage, so ein bisschen, so ähnlich, weil wir das nicht verstehen, ob Tiere miteinander kommunizieren?
SPEAKER_2: Können sie es dann nicht?
SPEAKER_2: Also ich behaupte mal, natürlich können Tiere kommunizieren.
SPEAKER_2: Die kommunizieren halt auf eine andere Art und Weise, als wir das wissen.
SPEAKER_2: Genauso wie andere Menschen anders kommunizieren, als wir andere regional lebende Menschen haben eine andere Sprache.
SPEAKER_2: Und am Ende verstehen wir wirklich das Allerbasicste.
SPEAKER_2: Während Tiere halt, also ich meine, der Hund, der in meinem Hause lebt, der kommuniziert auch mit mir.
SPEAKER_2: Und einiges ist sicherlich missverständlich.
SPEAKER_1: Aber wenn er sich an dich angepasst hat.
SPEAKER_2: Ja, genau, aber wenn der vor der Tür steht, in dem der Wasserhahn ist, aus dem er gerne trinkt, und mich dann anglotzt und dann wieder zur Tür glotzt und wieder zu mir, wieder zur Tür, ist das ziemlich deutlich, was der will.
SPEAKER_2: Also da verstehe ich das natürlich vollkommen.
SPEAKER_2: Und Tiere untereinander, die die gleiche Sprache sprechen, da ist das Hindernis ja noch geringer.
SPEAKER_2: Also die Kommunikation ist sicherlich da, auch wenn wir sie nicht verstehen.
SPEAKER_1: Wobei die Kommunikation eben auf völlig anderen Wegen läuft, als uns das oft so bewusst ist.
SPEAKER_1: Also nicht nur körperliche Signale, sondern ja auch Gerüche sind super wichtig.
SPEAKER_1: Und Tiere können ja Gerüche wesentlich besser wahrnehmen, als wir mit unserem Mininasensystem.
SPEAKER_1: Wir können einfach nicht sehr gut Gerüche unterscheiden und aufnehmen, auch nicht über sehr weite Distanzen hinweg.
SPEAKER_1: Und da sind die meisten Tiere uns unglaublich überlegen.
SPEAKER_1: Dazu kommt dann auch noch eine akustische Kommunikation für uns im unhörbaren Bereich.
SPEAKER_1: Da gibt es welche mit Infraschall, wie Elefanten.
SPEAKER_1: Oder es gibt auch viele Ultraschallkommunikationen.
SPEAKER_1: Zum Beispiel Mäuse verständigen sich in so hohen Tönen, dass wir das überhaupt nicht mitbekommen.
SPEAKER_1: Die sind aber trotzdem da und ganz junge Katzen können das hören.
SPEAKER_1: Aber nur die ganz jungen.
SPEAKER_1: Also da ist ganz viel mehr in der Kommunikation, als wir das so mitbekommen können.
SPEAKER_1: Und Pflanzen kommunizieren ja auch miteinander, ohne dass wir das tatsächlich mitbekommen.
SPEAKER_3: Ja, das ist krass.
SPEAKER_2: Das ist mega krass, dass Pflanzen, also das habe ich ja auch neulich in irgendeinem Bericht mal gelesen, dass Pflanzen also auch olfaktorisch, wenn man das so sagt, miteinander kommunizieren können.
SPEAKER_2: Krass, krass.
SPEAKER_2: Übrigens, weil ich, weil du das Beispiel gerade gebracht hast, dass Tiere eben über den Geruchssinn oder so olfaktorisch miteinander kommunizieren können.
SPEAKER_2: Das ist bei uns gerade im Haus der Fall.
SPEAKER_2: Unser Hund, ich sage immer scherzhaft, er ist gerade wieder verliebt, dann frisst er nicht.
SPEAKER_2: Er ist eine Rüde und irgendeine läufige Hündin ist in der Nähe.
SPEAKER_2: Und dann stellen wir ihn seinen Futternapf hin.
SPEAKER_2: Er guckt das an und dann geht er weg, legt sich in seinen Hundekörbchen und weint dann vor sich hin.
SPEAKER_2: Es ist wirklich, es ist genauso, wie man sich es vorstellt.
SPEAKER_2: So richtig, so richtig...
SPEAKER_2: Herz zerreißen, Herz zerreißen, in der Tat.
SPEAKER_3: Um es vielleicht noch kurz nochmal zu erklären, du hattest ja vorhin gesagt, ja wie Darwin, Peter.
SPEAKER_3: Also das bezog sich natürlich auf SeaQuest.
SPEAKER_2: Ja, ja, entschuldige, ja, stimmt.
SPEAKER_3: Genau, die Serie, die der Darwin-Pod bespricht.
SPEAKER_3: Und das wäre natürlich eine gute Möglichkeit, ebenso einem Fisch wie Livingston im Büro von Picar die Möglichkeit zu geben, durchs Schiff zu schwimmen.
SPEAKER_3: Dabei natürlich in diesen ganzen Aquarien ja auch die unterschiedlichsten Fische vorzufinden sind, Salzwasser, Süßwasserfische und so weiter.
SPEAKER_3: Also müsste man dann gucken, wie sich das miteinander übereinkommen lässt.
SPEAKER_3: Aber klar, Holographien, holographische Fische wären eigentlich das Mittel der Wahl.
SPEAKER_3: Soweit waren sie da irgendwie zu dem Zeitpunkt noch nicht.
SPEAKER_1: Na ja, man kann sie auch einfach als Nahrungsmittel halten und eine Aquakultur machen, wo man Drogenpflanzen hat.
SPEAKER_1: Und Fische, und Fische düngen die Pflanzen und die Pflanzen wachsen dann einfach durch die Fischkot.
SPEAKER_1: Und die Pflanzen werden dann von den Fischkotrütern abgenabert.
SPEAKER_1: Also so eine Aquaponikanlage wäre eigentlich raumschiffial und sehr plattfahrend.
SPEAKER_1: Und man könnte Fische und Pflanzen zum Angucken.
SPEAKER_3: Ja, TMG wollte uns von Anfang an ja direkt erklären, dass sie eigentlich darüber hinweg sind, Tiere zu essen.
SPEAKER_1: Natürlich, ja klar.
SPEAKER_3: Das ist auch noch mal so ein Thema.
SPEAKER_3: Da kommen wir danach auch noch drauf, wie sie das so umgesetzt und durchgezogen haben.
SPEAKER_3: Und ja, wir hatten es ja eben schon, also von unseren irrischen Tieren, was wir da alles nicht wissen.
SPEAKER_3: Und natürlich wissen wir dann auch ganz viel in Star Trek nicht von außerirdischen Lebensformen, die wir teilweise gar nicht richtig einsortieren können.
SPEAKER_3: Ist denn zum Beispiel so ein Wesen, wie diese Kristalline-Lebensform, eher als Tier quasi.
SPEAKER_3: Auch wenn ich natürlich sage, dass Menschen eigentlich auch Tiere sind, aber jetzt mal so diese landläufige Benutzung des Begriffs, also das in Anführungszeichen niedere getriebene Wesen, ist das eher ein Tier, die Kristalline-Lebensform, oder handelt es sich vielleicht auch einfach nur um irgendjemand aus einer bestimmten Spezies, und wir haben einfach noch nicht gelernt, miteinander zu kommunizieren?
SPEAKER_1: Ja.
SPEAKER_1: Also ich hab's tatsächlich eher als Tier angesehen, weil es ja seine Position verändern kann.
SPEAKER_1: Und bei Pflanzen und Pilzen ist das sehr selten der Fall.
SPEAKER_3: Ja, ich dachte jetzt...
SPEAKER_1: Darum wirkt es auf mich wie ein Tier, aber es kann natürlich was völlig anderes sein.
SPEAKER_3: Ja, ich denke auch auf jeden Fall ein Tier, aber ist es vielleicht quasi hochentwickelt, dass man auf Augenhöhe eigentlich mit ihm reden können müsste?
SPEAKER_3: Das ist, das stellt sich natürlich die Frage.
SPEAKER_3: Also Lohr war zum Beispiel ja jemand, der in der Lage war, mit ihm irgendwie zu interagieren.
SPEAKER_3: Vielleicht ist aber auch nur, irgendwo hinzulocken, womöglich.
SPEAKER_3: Das ist ein bisschen unklar.
SPEAKER_3: Aber natürlich stellt sich die Frage, hat man einfach noch nicht die Kommunikation hergestellt, um jemanden noch mal anders zu begegnen?
SPEAKER_3: Oder haben wir quasi ein Tier, tierisches Verhalten vor uns?
SPEAKER_3: Genau wie bei den ganzen Weltraumwahlen.
SPEAKER_3: Oder ja, der eine Wales zum Beispiel, der uns gezeigt wird in Galaxies Child, also dieser Weltraumriesen Wales, wie sich dann rausstellt, ein Baby, das an der Enterprise knuckelt, um zu überleben, Energie saugt.
SPEAKER_1: Ja, ja, das fand ich total schön, weil Constellat Troy eben die Kommunikation hinbekommt über die Emotionen.
SPEAKER_1: Das hat mir sehr gut gefallen, dass sie dann von einem Problem zu einer Neuentdeckung kamen.
SPEAKER_1: Und ich glaube, das ist ganz oft der Fall, so wie man etwas besser verstehen kann, ist es auf einmal neu und überraschend, während wenn man keine Ahnung hat, worum es eigentlich geht, man nur das Problem zentriert wahrnimmt.
SPEAKER_1: Man tut das dann schnell ab.
SPEAKER_3: Das stimmt.
SPEAKER_3: Dann haben wir noch Gormaganda, die auch wahleinlich durchs All schwimmen.
SPEAKER_3: Ja, sehr spannend.
SPEAKER_3: Und dann treffen wir natürlich immer mal auch auf Planeten irgendwelche Tiere, wie zum Beispiel in Enterprise, als sie eine Schnecke aus ihrem Lebensraum entreißen und dann später wieder zurückbringen.
SPEAKER_1: Ich finde übrigens, ja, gerade Enterprise ist von den Tieren her total interessant, weil Dr.
SPEAKER_1: Phlox der Einzige ist, der wirklich so einen richtigen Weltraumzoo hat.
SPEAKER_1: Und er versucht, die einzelnen Tiere zu verstehen und sich um ihre Bedürfnisse zu kümmern.
SPEAKER_1: Und das finde ich wirklich hinreißend.
SPEAKER_1: Das habe ich sonst bei den anderen Serien eigentlich so gar nicht gesehen, dass da jemand ist, der sich so mit Exozoologie beschäftigt.
SPEAKER_3: Das stimmt, ja.
SPEAKER_3: Aber er versucht natürlich auch, dann medizinische Nutzen für sich daraus zu ziehen.
SPEAKER_3: Das ist auch so ein bisschen die Motivation.
SPEAKER_3: Er hält ganz viele verschiedene Arten, um dann, was ist ich, Sekrete oder wie auch immer, sie irgendwie auch mit in seine medizinischen, medizinische Tätigkeit einzubinden.
SPEAKER_1: Also solange man die Tiere dafür nicht tötet oder quält, finde ich das auch echt legitim.
SPEAKER_1: Also ich finde, er gibt sich sehr viel Mühe mit denen.
SPEAKER_1: Ich denke da an diese Szene mit seiner Fledermaus, mit der pygretianischen Fledermaus, die da nachts entkommt.
SPEAKER_1: Das ist ja schon sehr nett, wie vorsichtig sie dann versuchen, die einzufangen.
SPEAKER_1: Also sie nehmen nicht etwa den Falken, der sie sicher erbeuten und stellen würde, sondern er versucht halt mit diesem Spatterlingsnetz das Tierchen einzufangen.
SPEAKER_1: Und Roshi hilft ihm dann nachher dabei.
SPEAKER_1: Und er verfüttert sie, also er verfüttert nicht die Fledermaus, sondern er füttert sie mit Mottenlarven, die er für sie auftreibt und snackt dann nebenbei auch noch welche.
SPEAKER_1: Also das ist doch sehr fürsorglich.
SPEAKER_1: Übrigens ist Phlox aber zum Teil dann doch wieder brutal.
SPEAKER_1: Da habt ihr recht.
SPEAKER_1: Er verfüttert nämlich Trübels an einer Stelle.
SPEAKER_1: Also das ist ein guter Futterorganismus wie Mäuse bei uns.
SPEAKER_1: Also er sieht das sehr sachlich.
SPEAKER_1: Er ist ja selber ein Alien und hat da eine sachliche Einstellung zu.
SPEAKER_2: Aber nicht böswillig, wie du schon sagtest.
SPEAKER_2: Es ist halt kein Ha, ha, ha.
SPEAKER_2: Wir müssen sie alle töten und wir machen das super schmerzhaft.
SPEAKER_2: Sondern er sagt halt, okay, es ist zweckdienlich und das sind Fleischfresser diese Tiere.
SPEAKER_2: Und irgendwas müssen sie halt fressen.
SPEAKER_1: Ja, genau.
SPEAKER_1: Also mir gefällt es wirklich außergewöhnlich gut.
SPEAKER_1: Ich mag Dr.
SPEAKER_1: Phlox sowieso sehr, sehr gern.
SPEAKER_2: Ja, am Anfang fand ich den ganz merkwürdig.
SPEAKER_2: Aber wie du auch sagst, der ist sehr sachlich wissenschaftlich.
SPEAKER_2: Und also mal abgesehen von diesem komischen Gerinn, er ist anders.
SPEAKER_2: Um jetzt mal ein bisschen abzuschweifen, ich finde diese ganze Spezies wirklich super interessant, wie die miteinander umgehen, was da passiert.
SPEAKER_2: Bestimmt auch ein bisschen komisch für uns.
SPEAKER_2: Ja, klar.
SPEAKER_2: Aber deswegen ja, desto spannender.
SPEAKER_2: Also ich, super spannend dieser Charakter, super spannend diese Person und aber sein Umgang mit Tieren natürlich irgendwie sehr, sehr nachvollziehbar.
SPEAKER_3: Ja, jetzt kann man natürlich ein bisschen ankreiden, dass die teilweise sehr enge Käfige haben, seine Möglichkeiten auf dem Schiff sind begrenzt.
SPEAKER_3: Aber ja, er gibt sich wirklich viel Mühe, sich um sie zu kümmern.
SPEAKER_1: Ja, das ist immer die Frage, wie viel Platz ein Tier braucht und wie es selbst sich fühlt.
SPEAKER_1: Ich habe mal im Zoo Hannover eine Führung im Rahmen des Studiums bekommen.
SPEAKER_1: Da hat uns der stellvertretende Zoodirektor damals eine Führung gemacht.
SPEAKER_1: Während ich studierte, wurde ich immer abweisender gegenüber Zoos.
SPEAKER_1: Er hat uns einige Dinge erzählt über Zoos, die ich absolut nicht wusste, also über die Verhaltensbiologie einiger Tiere.
SPEAKER_1: Er meinte damals auch, dass die Raubkatzenhaltung sehr schwierig sei, weil viele von denen Einzelgänger seien.
SPEAKER_1: Darum würde man im Zoo Hannover da auch nach und nach von abkommen.
SPEAKER_1: Da würden die vorhandenen Raubkatzen eher noch so das Gnadenbrot bekommen, aber dann sei auch gut.
SPEAKER_1: Das würde man jetzt nicht weiter forcieren.
SPEAKER_1: Bei den Huftieren hingegen, wo wir jetzt denken, hey, die haben die ganze Serengeti, das sind Antilopen, die in großen Herden darüber galoppieren.
SPEAKER_1: Und da sagte er, dieses viel, viel Platz zu haben, ist für die gar nicht das Wichtigste, sondern das Wichtigste sei, dass sie in Sicherheit stehen und dass sie verschiedene Möglichkeiten haben, an Gras zu kommen, zu fressen, sich in Sand zu wälzen und verschiedene Untergründe zu haben, wo sie unterschiedliche Dinge, Hufpflege und so was machen könnten.
SPEAKER_1: Und dann hat er uns erzählt, wie junge Antilopen sich verhalten.
SPEAKER_1: Die kennen nämlich die Abmessungen ihres Geheges noch nicht.
SPEAKER_1: Und dann hatten sie mal die Türen geöffnet für einen Teil des Nachwuchses und das Antilopen-Kalb sprang in drei Sätzen durchs komplette Gehege, sah, dass da ein Zaun ist, sprang über den Zaun total locker drüber und stand mitten zwischen den Besuchern auf dem Weg.
SPEAKER_1: Und die Besucher und das Antilopen-Kälbchen, man guckte sich etwas befremdet an, weil die Besucher das nicht erwarteten und das Kälbchen das auch nicht erwartet hat.
SPEAKER_1: Die Mutter sah ihr Kälbchen abhauen und rannte hinterher, ohne nachzudenken.
SPEAKER_1: Und der Bock, also der Chef der Herde, genauso, der sah nur sein Weibchen abhauen.
SPEAKER_1: Und dann standen also, ja, die restliche Herde kam hinterher, weil die gehören halt zusammen.
SPEAKER_1: Also stand die gesamte Antilopen-Herde auf dem Weg.
SPEAKER_1: Und die Besucher standen da auch und man guckte sich befremdet an.
SPEAKER_1: Und er sagte halt, dass dann haben sie die Tiere erst mal wieder zurückgelotst, weil die eigentlich gar nicht aus ihrem Gehege raus wollten.
SPEAKER_1: Die wollen, dass die Besucher nicht an sie rankommen.
SPEAKER_1: Wenn sie genug Abstand zu denen haben, ist alles okay für die.
SPEAKER_1: Und seitdem spannen sie vorsichtig ein Netz auf, wenn die Jungtiere rausgelassen werden zum ersten Mal.
SPEAKER_1: Und wenn die dann durchgehen und erst mal nur rennen, dann landen sie vorsichtig in diesem Netz und merken dann, dass ihr Gehege nicht ganz so groß ist.
SPEAKER_1: Aber es scheint für sie kein großes Problem zu sein, weil sie alle anderen verhaltensbiologischen Eigenschaften, die Antilopen auch in der Freiheit zeigen, so auch ausleben können dort.
SPEAKER_1: Fand ich sehr interessant.
SPEAKER_2: Also ich wohne ja in der Nähe von Hannover.
SPEAKER_2: Insofern sind wir auch gelegentlich da.
SPEAKER_2: Ich wohne etwas nördlich von Hannover.
SPEAKER_2: Und ich fand, weil du es gerade beschrieben hast, die müssen sich in Sicherheit wiegen oder die müssen halt ihr Gehege kennen.
SPEAKER_2: Und dann sind die halt auch zufrieden, wenn sie sich sicher fühlen.
SPEAKER_2: Da gibt es einen Teil dabei den Wölfen.
SPEAKER_2: Ich weiß nicht, ob du die aktuelle Situation erkennst.
SPEAKER_2: Nein, leider nicht.
SPEAKER_2: Da sind die Wölfe.
SPEAKER_2: Und für uns als Zoobesucher ist das scene technisch schön gemacht.
SPEAKER_2: Da ist ein Teil, da hinten sind die Wölfe und im Vordergrund oder andersherum sind im Grunde deren Beutetiere, die tatsächlich dort leben.
SPEAKER_2: Und die sind nicht offensichtlich mit dem Zaun getrennt, aber durch irgendeine Maßnahme sind die getrennt, durch einen tiefen Graben oder was auch immer.
SPEAKER_2: Sind die voneinander getrennt.
SPEAKER_2: Es sieht aber für uns als Besucher so aus, als wenn die quasi im selben Gehege stehen, was halt wirklich ein bisschen paradoxisch ist.
SPEAKER_2: Ich glaube, die Wölfe sind im Vordergrund und so.
SPEAKER_2: Ich weiß nicht, was das große Wildtiere sind im Hintergrund.
SPEAKER_2: Und es sieht so aus, als wenn die im selben Gehege stehen.
SPEAKER_2: Und ich weiß nicht, ob die Tiere das auch so wahrnehmen.
SPEAKER_2: Und das könnte ja dann wiederum problematisch für die sein, wenn die dann das Gefühl haben, eben das Jagdtier, mein Feind, mein Fressfeind, steht hier direkt neben mir und glotzt mich an.
SPEAKER_2: Wohl wissend, das ist ein Sprungbedarf, um dann hier schön zu snacken, und zwar mich selbst.
SPEAKER_2: Also ich hoffe doch, dass diese Tiere eben nicht das empfinden, was du eben gerade sagtest, dass sie eben sich sicher fühlen, hoffe ich doch.
SPEAKER_1: Hattest du das Gefühl, dass die in Panik sind?
SPEAKER_2: Nein, überhaupt nicht.
SPEAKER_1: Ja genau, die sind nämlich daran gewöhnt, dass die Wölfe an sie nicht rankommen.
SPEAKER_1: Also ich bin ja Hamburgerin und dort in Hagenbeck hatte die Familie Hagenbeck sowohl einen Zoo als auch einen Zirkus.
SPEAKER_1: Und im Zirkus haben sie geguckt, wie weit Tiger oder Löwen springen können.
SPEAKER_1: Und mit diesen Experimenten und diesem Wissen haben sie dann die gitterlosen Raubtier-Schluchten gemacht.
SPEAKER_1: Also gerade die mit dem, dieses Afrika-Panorama, das ist ja total irre bei Hagenbeck.
SPEAKER_1: Da liegen also die Löwen auf so einer Fels-
SPEAKER_1: und Sandformation.
SPEAKER_1: Die pennen da meistens zum Leid der Besucher.
SPEAKER_1: Ich fand das als Kind immer sehr langweilig.
SPEAKER_1: Und im Vordergrund hat man Garzellen und Zebras.
SPEAKER_1: Und die sind auch total friedlich und relaxed.
SPEAKER_1: Und für den Besucher sieht es so aus, als ob die alle nebeneinander leben.
SPEAKER_1: Tun sie aber natürlich nicht.
SPEAKER_1: Da ist ein Riesengraben.
SPEAKER_1: Aber die Zebras und Garzellen sind total daran gewöhnt.
SPEAKER_1: Die sind wahrscheinlich auch in x-ter Generation im Zoo geboren.
SPEAKER_1: Und die nehmen das total relaxed.
SPEAKER_1: Und die Löwen versuchen auch nicht darüber zu kommen.
SPEAKER_1: Die wissen, dass sie ihr Essen bekommen.
SPEAKER_1: Also das kann gut funktionieren.
SPEAKER_1: Und ich habe die Erfahrung mit Wildtieren sehr oft gemacht, dass die durch ganz andere Sachen gestresst werden als das, was wir denken.
SPEAKER_1: Ich habe auf einem Fliegerhorst, als einige Jets durchstatteten, so wie die Jets vorbei waren, stiegen dort Lärchen auf.
SPEAKER_1: Also diese Vögel und Tierinierten.
SPEAKER_1: Und die Lärche ist ja bei uns ein stark bedrohter Vogel.
SPEAKER_1: Also das war der Hammer, dass man da jetzt eine Lärchenpopulation ausgerechnet auf einem Fliegerhorst hat.
SPEAKER_1: Und die sind durch die Jets überhaupt nicht weiter offenbar vertrieben worden.
SPEAKER_1: Ganz im Gegenteil, sie wussten, da kommen keine Leute und vor allem keine Leute mit Hunden hin.
SPEAKER_1: Und die konnten da in Ruhe leben und brüten und haben auf dem Gras auch genügend Insekten gefunden für sich.
SPEAKER_1: Also das ist oft anders, als wir das empfinden.
SPEAKER_3: Ja, spannend.
SPEAKER_3: Jetzt Zoos und Ausstellungen haben wir in Star Trek auch immer mal wieder, die uns dargestellt werden, so zum Beispiel in der Schule auf der Enterprise D.
SPEAKER_3: Und dann die typischen Haustiere natürlich.
SPEAKER_3: Ich denke, jeder denkt sofort an Spot, die Katze von Data oder Grudge, Nelix, die Katze von Barclay, Hunde, Portus auf der Enterprise, der NX-01-Enterprise bei Captain Archer, wobei ich immer denke, dem geht es da auch gut.
SPEAKER_3: Der hat auch Spaziergang und Auslauf.
SPEAKER_3: Viele denken immer so, ist das so artgerecht?
SPEAKER_3: Ich denke, der hat so eine Box, wo er gassig gehen kann.
SPEAKER_3: Und dann darf er ja auch immer mal mit auf fremde Planeten gehen.
SPEAKER_1: Das ist übrigens echt kritisch zu sehen wegen der Verunreinigung fremder Lebensräume.
SPEAKER_1: Also das ist etwas, was eigentlich ein No-Go wäre.
SPEAKER_1: Das wird bei uns heute schon in der Antarktis ganz scharf durchgesetzt, dass da Schlittenhunde überhaupt nicht mehr eingesetzt werden dürfen.
SPEAKER_2: Allein schon wegen den Hinterlassenschaften vermute ich mal.
SPEAKER_1: Das auch, aber auch, weil sie Parasiten mitbringen könnten und so.
SPEAKER_1: Also es dürfen keine fremden Spezies eingeführt werden.
SPEAKER_3: Ja, das stimmt.
SPEAKER_3: Das ist natürlich schwierig, das stimmt.
SPEAKER_3: Also nicht nur, dass, wie das mit Porthos ja auch gesehen wurde, kulturell schwierig ist, dass eine Kultur da vor den Kopf gestoßen wurde, weil er gegen einen heiligen Baum gepinkelt hat.
SPEAKER_1: Ja, der Klassiker in SF-Geschichten.
SPEAKER_3: Genau, weil man natürlich auch Dinge einschleppt, natürlich.
SPEAKER_3: Ja, und nicht nur, dass der Hund was mit an Bord bringt.
SPEAKER_3: Natürlich, der Planet muss auch beschützt werden.
SPEAKER_1: Ja, genau, das ist dieser planetare Schutz.
SPEAKER_1: Aber das ist eigentlich, glaube ich, erst nach dem Abdrehen von Enterprise, wirklich richtig doll in Kraft getreten, dieser ganze planetare Schutz.
SPEAKER_1: Also die Planetenvisionen von ESA und NASA werden ja mittlerweile auch völlig anders geplant deswegen.
SPEAKER_3: Ah ja.
SPEAKER_3: Ja, und andere Kulturen haben natürlich auch andere Tiere, also tags, zum Beispiel bei den Klingonen.
SPEAKER_3: Da hat sich dann auch Lower Decks ein bisschen mit beschäftigt, uns das zu zeigen, dass sie tatsächlich auch gehalten werden, wie womöglich Wildschweine bei uns oder Hausschweine bei uns.
SPEAKER_3: Und dann aber eben natürlich auch Haustiere sind und Statussymbol.
SPEAKER_3: Bei den Vulkanien sind es die Zeelat, die kennen wir natürlich auch von TUS und so weiter.
SPEAKER_3: Und dann Reitpferde, das große Thema.
SPEAKER_3: Unsere Captains in Enterprise reiten gerne.
SPEAKER_2: Ja, gut, das wirkt halt martialisch und kraftvoll und ich sag jetzt mal männlich.
SPEAKER_2: Und wir sind ganz toll.
SPEAKER_2: Wir sind dominant.
SPEAKER_2: Wir sitzen auf diesem Tier.
SPEAKER_2: Wir führen dieses Tier nicht am Zügel umher, sondern wir sitzen drauf und und dominieren dieses Tier.
SPEAKER_2: Schwierig, aber ja, okay, das ist auch sehr schwierig.
SPEAKER_1: Also unsere Haustiere und Nutztiere wie Pferde auf andere Planeten einzuführen, finde ich echt kritisch.
SPEAKER_1: Darf ich mal eine Anekdote zum Thema Pferd und Reiten erzählen?
SPEAKER_2: Bitte.
SPEAKER_3: Ja, gerne.
SPEAKER_1: Ich war im vergangenen Jahr wegen einer Sonnenfinsternis in den USA und wir haben dann eine längere Reise gemacht, weil für zehn Tage oder so fliege ich nicht so weit, sondern lieber weniger und länger.
SPEAKER_1: Und ja, auf einmal ritten da drei Affen in San Francisco an mir vorbei.
SPEAKER_2: Ritten?
SPEAKER_1: Also ich habe die aus der Entfernung gesehen, habe Reiter gesehen, drei Reiter, guckte mir das genauer an und dachte, Mensch, das sind bestimmt junge Frauen, die haben Haare bis sonst.
SPEAKER_1: Und dann merkte ich, Moment, diese Haare bewegen sich nicht.
SPEAKER_1: Die haben zwar Haar, aber das ist kein langes Haar, sondern die haben überall Haare.
SPEAKER_1: Und ich überlegte noch und überlegte noch und dachte noch nach.
SPEAKER_1: Und dann guckte ich mir die Brücke an.
SPEAKER_1: Wir waren gerade dabei, eine Wanderung über die Golden Gate Bridge zu starten.
SPEAKER_1: Und da stand ein Polizist neben mir und den habe ich gefragt, ob es möglich sei, dass da gerade drei Affen vor uns herreiten.
SPEAKER_1: Ja und ihr ahnt es, er sagte breitgrinsend, ja.
SPEAKER_1: Da wurde gerade ein Marketingfilm für den Planeten der Affen gedreht.
SPEAKER_2: Ach was?
SPEAKER_1: Aber ich habe so derartig blöd geguckt zuerst.
SPEAKER_1: Ich musste wirklich richtig nachdenken darüber.
SPEAKER_1: Es war eine so bizarre Situation.
SPEAKER_2: Absolut.
SPEAKER_1: Wir sind dann am Filmset weiter vorbeigekommen und es war echt total strange.
SPEAKER_2: Okay.
SPEAKER_2: Ich habe gerade gedacht, was erzählst du da Bettina?
SPEAKER_2: Was hören wir da gerade?
SPEAKER_2: Okay.
SPEAKER_2: Es leuchtet ein.
SPEAKER_1: Es ist wirklich so passiert.
SPEAKER_1: Es stand in den Zeitungen.
SPEAKER_2: Okay, cool.
SPEAKER_2: Also das ist eine coole Geschichte.
SPEAKER_2: Also gebe ich zu, aber ich habe erst gedacht, Bettina, was denkst du dir da gerade aus?
SPEAKER_1: Ich denke mir nichts aus.
SPEAKER_1: Ich fand es interessant, weil die Affen uns so gleichgestellt wurden damit, dass sie auch unsere Reitpferde beherrschen.
SPEAKER_3: Ja, also waren tatsächliche Affen nicht verkleidete Menschen, ja?
SPEAKER_1: Es waren verkleidete Menschen.
SPEAKER_1: Selbstverständlich Affen können aufgrund ihrer Anatomie überhaupt nicht so sitzen.
SPEAKER_1: Das war ja auch das, was mich so irritiert hatte.
SPEAKER_1: Die Körperproportionen stimmten nicht.
SPEAKER_1: Allerdings halten Affen in der Realität, also einige Primaten, tatsächlich so eine Art Haustiere, und zwar kleine Hunde in Afrika.
SPEAKER_1: Ich meine, das sind Schimpansen.
SPEAKER_1: Und zwar nicht zum Essen, soweit ich weiß.
SPEAKER_1: Sie essen zwar andere Affen, die sie als Niederwesen betrachten, mit denen sie vorher auch gespielt haben, aber die kleinen Hunde halten sie sich tatsächlich wohl zum Kuscheln.
SPEAKER_3: Ah, was?
SPEAKER_3: Da habe ich auch schon die diverse Videos gesehen im Internet, ja.
SPEAKER_3: Ja.
SPEAKER_1: Und Katzen werden auch von anderen Tieren als toll zum Kuscheln betrachtet.
SPEAKER_1: In Zoos gibt es da so Geschichten von älteren Zootieren, die nicht mehr so fit sind.
SPEAKER_1: Und ich weiß, in einem Zoo hatte eine alte Bären sehr starke Freundschaft mit der Zookatze geschlossen.
SPEAKER_2: Krass.
SPEAKER_3: Also die empfinden das auch.
SPEAKER_3: Ja, total spannend.
SPEAKER_3: Ja.
SPEAKER_3: Ja, und also, ich meine, Planete Affen, genau.
SPEAKER_3: Science Fiction ist ja wirklich gut darin, uns den Spiegel vorzuhalten.
SPEAKER_3: Also, uns bekannte Situationen mit verfremdenden Geschichten zu zeigen und damit unsere Perspektive ändern zu können.
SPEAKER_3: Also, dass wir uns das eingestehen, auch mal die Perspektive zu wechseln, in andere Rollen uns einfühlen zu können.
SPEAKER_3: Und ja, Planete Affen, ein gutes Beispiel dafür.
SPEAKER_3: Aber Star Trek zeigt uns das natürlich auch.
SPEAKER_3: Und wir hatten es ja eben schon von Zoos ausführlich.
SPEAKER_3: Und der Moment ist natürlich dann auch immer spannend, wenn Science Fiction soweit geht und sagt, ja klar, andere würden aber uns auch in den Zoos sperren.
SPEAKER_3: Und das sehen wir ja da zum Beispiel, dass Captain Pike auf Talos IV in die Minagerie gepackt wurde, in den Zoo, in die Ausstellung.
SPEAKER_3: Captain Kirk ist es auch schon passiert, zumindest in der Animationsserie mit anderen aus der Crew, wo dann festgestellt wurde, dass da diese pinkfarbenen Riesenschnecken einfach so hoch entwickelt sind, dass sie gar nicht mitgekriegt haben, dass die Menschen irgendwie womöglich was dagegen haben könnten.
SPEAKER_3: Im Zoo zu leben.
SPEAKER_2: Das hält einem wunderschönen Spiegel vor.
SPEAKER_2: Was im Grunde alles, was wir vorher schon gesagt hatten, was unterscheidet uns eben vom Tier und was könnte uns eben so wenig vom Tier unterscheiden, dass andere, ich sage es in Anführungsstrichen, höher entwickelte Lebewesen uns eben nicht mehr von diesen, in Anführungsstrichen, Tieren unterscheiden kann.
SPEAKER_2: Also das ist schwierig und in dieser Stelle hält es uns wunderbar den Spiegel vor.
SPEAKER_2: Hier, das macht ihr übrigens auch.
SPEAKER_1: Ja, also meine Lieblings-Zoo-Folge ist jetzt nicht aus dem Star Trek-Universum, sondern kommt aus The Orville.
SPEAKER_1: Da gibt es eine Folge, wo der Captain und seine erste Offiziere tatsächlich in einem exoplanetarischen Zoo landen.
SPEAKER_1: Ich habe das sogar notiert.
SPEAKER_1: Wie hießen die noch?
SPEAKER_1: Die Kollervaten?
SPEAKER_3: Oh, das weiß ich nicht mehr, aber ich erinnere mich an die Folge.
SPEAKER_1: Ja, das war richtig gut gemacht.
SPEAKER_1: Der Calivon-Zoo war das, genau.
SPEAKER_1: Und da kriegen sie eben mit, dass sie im Zoo gelandet sind, wo lauter Fächer sind, wo dann jede Menge auch intelligenter Lebewesen sind.
SPEAKER_1: Und die Orville-Crew löst das ja folgendermaßen, dass sie den Calivon einen Fernseher schenken, sodass sie dann Menschen in allen möglichen Situationen angucken können.
SPEAKER_1: Und ich finde, da haben sie dann eine gute Ebene eingebaut, weil sie mit einer technischen Innovation, die die Calivon jetzt nicht kannten, ihnen trotzdem den Gefallen getan haben, sich Menschen anzugucken, ohne aber Menschen einsperren zu müssen.
SPEAKER_1: Und das wäre eigentlich für Star Trek ja auch wünschenswert gewesen, da so innovative Formen von wir erfreuen uns an Tieren mit reinzubringen, wie eben Hologramme oder so etwas.
SPEAKER_3: Ja, ja, sehr spannend, genau.
SPEAKER_3: Ja, und dann Lower Decks tritt das natürlich noch mal ein bisschen weiter, das Spiel.
SPEAKER_3: Da sind Menschen im Zoo gelandet und dann stellt sich raus, die wollen da auch gerne bleiben, weil es so schön gemütlich ist.
SPEAKER_3: Also so viel zum Thema.
SPEAKER_3: So viel zum Thema, die Antilope, die hat da alles, was sie braucht, Gras und ist sicher, steht dort sicher und so geht das denen auch.
SPEAKER_3: Die leben da in Sicherheit, in aller Gemütlichkeit und sind da gerne.
SPEAKER_1: Das frage ich mich manchmal bei Menschen, ob wir uns nicht letztendlich freiwillig in eine urbane Gefangenschaftssituation reinbegeben.
SPEAKER_1: Viele Leute, die nur innerhalb einer Stadt, innerhalb einer Straße leben und gar nicht mehr so das Bedürfnis haben, in ihren eigentlichen Lebensraum reinzugehen.
SPEAKER_1: Also das wäre ja eigentlich grün gewesen oder sogar schwimmen oder so etwas.
SPEAKER_1: Oder Leute, die sogar ihre Wohnung kommen noch verlassen mögen.
SPEAKER_1: Also eigentlich haben wir ja Ähnliches manchmal.
SPEAKER_1: Weil wir werden ja meist auch nicht artgerecht gehalten in der Stadt.
SPEAKER_1: Beziehungsweise halten uns selbst nicht artgerecht.
SPEAKER_3: Ja, das stimmt.
SPEAKER_1: Und die Käfige sind zum Teil ganz schön klein.
SPEAKER_3: Das stimmt.
SPEAKER_3: Und dann keine artgerechte Ernährung und Bewegungsmangel.
SPEAKER_3: Ja.
SPEAKER_3: Und dann natürlich auch sowas, das hatte TUS uns schon gezeigt, auf Gotos Treelane, der mit Menschen spielt, wie andere vielleicht mit ihren Hamstern oder Meerschweinchen.
SPEAKER_2: Barbiepuppen.
SPEAKER_1: Da wird man schnell zum Gott.
SPEAKER_3: Ja, das stimmt.
SPEAKER_3: Und dann ist natürlich der E-Punkt, dass es auch noch ein Kind ist am Ende der Geschichte.
SPEAKER_3: Und die Auswirkung, die es aber für einen hat, wenn man in dieser Situation ist, wie ernst es für das Opfer, für das Spielobjekt sein kann, wird einem noch mal sehr deutlich.
SPEAKER_1: Ja, fand ich auch.
SPEAKER_1: Das war zwar vordergründig lustig, aber eben dann eigentlich doch mit einem sehr schlechten Gefühl, mit so einem Schaudern.
SPEAKER_1: Also ging mir jedenfalls so.
SPEAKER_3: Ja, absolut.
SPEAKER_3: Dann haben wir viele Personen, die aussehen wie Tiere und dann müssen wir irgendwie die Kommunikation herstellen und merken dann, ach, das sind ja gar keine Tiere.
SPEAKER_3: Also auch wieder ein schönes Beispiel aus Lower Decks.
SPEAKER_3: Da haben wir die Zeta-10-Opps.
SPEAKER_3: Wir kennen aus TMG die Situation, dass es da schon immer hieß, es gibt irgendwie in der Navigationsabteilung Delfine und man will die Delfine anschauen gehen und so weiter.
SPEAKER_3: Und dann war immer die Frage, wie stellt sich das denn da?
SPEAKER_3: Sind das einfach super Navigatoren und man nutzt da Tiere irgendwie für oder ja?
SPEAKER_3: Dann Lower Decks hat das beantwortet.
SPEAKER_3: Nein, die sind Teil der Crew, also jetzt hier in dem Fall Beluga-Wale.
SPEAKER_3: Das sind Offiziere.
SPEAKER_3: Das ist natürlich sehr schön.
SPEAKER_1: Das ist auch angemessen, glaube ich.
SPEAKER_1: Ich glaube, wir sollten Wahlen Persönlichkeitsrechte geben, wie so einigen anderen Tieren auch.
SPEAKER_1: Ich finde die Entwicklung gut.
SPEAKER_1: Ich weiß, das ist jetzt im Moment nur bei einigen südostpazifischen Inselstaaten der Fall, unter anderem bei den Maori, aber ich finde das auf jeden Fall richtig.
SPEAKER_1: Leider hilft ihnen das nicht sehr viel.
SPEAKER_3: Ja, das stimmt leider.
SPEAKER_3: Und wir hatten vorhin…
SPEAKER_1: Ja, wir haben ein ganz wichtiges Tier vergessen, und zwar den Tardigaden aus Discovery.
SPEAKER_3: Ja, den habe ich auf deinen Hinweis noch eingefügt.
SPEAKER_3: Der kommt ein bisschen später.
SPEAKER_1: Entschuldigung, dann gedulde ich mich selbstverständlich.
SPEAKER_3: Genau, aber der passt natürlich hier irgendwie auch dazu, weil man sich nicht verständigen kann, weil man ihn quasi einfach nutzen kann.
SPEAKER_2: Der hat kein Gesicht.
SPEAKER_2: Das ist für uns Menschen doch ganz, ganz entscheidend.
SPEAKER_2: Weißt du, wenn er kein Gesicht hat, dann sehen wir, selbst wenn das spricht, also da müssen wir uns wirklich in uns hineinhören, ist das wirklich ein Wesen, mit dem ich kommunizieren möchte.
SPEAKER_2: Also wenn das kein Gesicht hat, haben wir es deutlich schwerer.
SPEAKER_2: Also ein Hund, der mich mit großen Augen anschaut, der seinen Kopf hin und her dreht, wo wir dann sagen, oh, da fällt es uns wahnsinnig leicht.
SPEAKER_2: Aber wenn das wirklich so ein Blob ist, der irgendwo ist und wir hören irgendwo eine Stimme her, wir wollen das nicht wirklich glauben, dass dieser Blob zu uns spricht.
SPEAKER_2: Also ich glaube, das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt.
SPEAKER_2: Aber ja, du hast, ihr habt natürlich auch recht.
SPEAKER_2: Also da ist ein Tade gerade.
SPEAKER_2: Wie kann ich überhaupt erst mal feststellen, dass das ein, in Anführungsstrichen, fühlendes Wesen ist?
SPEAKER_3: Ja, das ist eben der Punkt.
SPEAKER_3: Also jetzt hier bei diesen Aliens, wo ich so ein bisschen die Liste durchgehe, da ist halt die Kommunikation schon hergestellt.
SPEAKER_3: Und dann ist es einfach zu sagen, ah, die Person hat persönlich, also das sind Personen und die haben Persönlichkeitsrechte.
SPEAKER_3: Die Beluga-Wahle, Matt und Kimmoulu oder in Star Trek Prodigy haben sie es auch noch mal sehr schön aufgegriffen.
SPEAKER_3: Da haben wir Jillian, den Buckelwal, was natürlich auch ein bisschen eine Anspielung ist auf Star Trek 4, wo wir vorhin ja schon drüber gesprochen haben.
SPEAKER_3: George und Gracie, einmal natürlich die Botschaft an die Umwelt zu denken, die Wahle zu schützen, diese Bewegung quasi weiterzuführen.
SPEAKER_3: Aber auch hier eben im Film, ich finde das ein so schön Moment, dass der Konsens hergestellt wird, dass eben durch Mr.
SPEAKER_3: Spock die Kommunikation hergestellt werden kann und die Wahle sich entscheiden können, ja sie wollen mitmachen, sie wollen da mitgehen.
SPEAKER_3: Im wahrsten Sinne des Wortes in die Zukunft reisen, mitgehen.
SPEAKER_3: Das ist so ein schöner Moment.
SPEAKER_1: Ja, das fand ich auch.
SPEAKER_1: Also Wahle sind überhaupt in vielen Science-Fiction-Environments sehr, sehr wichtig.
SPEAKER_1: Die sind deutlich überrepräsentiert gegenüber anderen Tieren.
SPEAKER_1: Eben weil sie für uns auch immer die Trainingsorganismen für mögliche Alien-Kontakte sind.
SPEAKER_1: Weil sie auch sehr fremdartig sind.
SPEAKER_2: Ja.
SPEAKER_2: Und offensichtlich sehr, sehr hoch entwickelt.
SPEAKER_2: Die haben, also ich meine, die sind riesig groß.
SPEAKER_2: Wir trauen denen dann, also großen Tieren trauen wir auch ein bisschen mehr zu.
SPEAKER_2: Wie beispielsweise Elefanten.
SPEAKER_2: Denen sagt man halt das lange Gedächtnis nach.
SPEAKER_2: Ob das so stimmt oder nicht, weiß ich gar nicht.
SPEAKER_2: Aber diese riesigen Tiere, den trauen wir mehr zu.
SPEAKER_2: Insbesondere, wenn das keine Fleischfresser sind.
SPEAKER_2: Also was eigentlich möglicherweise gar nicht so im Zusammenhang steht.
SPEAKER_2: Aber wenn das keine riesigen Fleischfresser sind.
SPEAKER_2: Also wenn, ich weiß nicht, ob Grill ist, glaube ich, das ist ja auch tierisches Material.
SPEAKER_2: Aber wenn das halt so ein Riesenwahl ist, der mich nicht frisst, also dessen Beutetier ich nicht bin, dem traue ich halt zu, wahnsinnig intelligent zu sein.
SPEAKER_2: Oder sehe ich das falsch?
SPEAKER_2: Steht das in keinem Zusammenhang?
SPEAKER_1: Das kommt ja vor allem durch die Interaktion mit den Wahlen, dass wir schon lange den Eindruck haben, dass sie intelligent sind.
SPEAKER_1: Also ich meine, das einfachste war ja, mit den Delfinen zu kommunizieren.
SPEAKER_1: Das ist ja seit der Antike so, dass die bei den antiken Griechen bereits als intelligente Wesen galten.
SPEAKER_1: Die haben ja zum Teil Schiffsbrüchige zurück zum Strand gebracht.
SPEAKER_1: Die haben halt für uns die richtige Größe und wir stehen nicht auf der Speisekarte.
SPEAKER_1: Und insofern ist alles gut.
SPEAKER_1: Und mittlerweile gilt das aber auch für andere Tiere, für andere Wahlarten mit.
SPEAKER_1: Also es laufen jetzt gerade vier Projekte mit KI-Möglichkeiten, dass man Wahlsprachen jetzt erforscht von vier Wahlarten, die wir für ganz besonders hoch intelligent und hoch entwickelt auch an ihren sozialen Fähigkeiten halten.
SPEAKER_1: Und die Gugelwale gehört dazu.
SPEAKER_2: Genau.
SPEAKER_2: Haie beispielsweise, ich weiß, es sind keine Säugetiere, es sind Fische.
SPEAKER_2: Wenn die genauso intelligent wären, ich glaube, wir wären nicht so, ich sag jetzt mal so nah dran, die dann so zu schützen.
SPEAKER_2: Wobei ich weiß, dass auch Wale wirklich sehr stark unter Tierschutz stehen sollten oder es tun.
SPEAKER_2: Wale sind halt auch einigermaßen gefährdet, so weit ich weiß, nicht Wale, Entschuldigung, Haie sind auch einigermaßen gefährdet.
SPEAKER_1: Ja, sind sie genauso wie Wale, beide.
SPEAKER_2: Genau, aber wenn die auch diese gleiche Ausprägung an Intelligenz zeigen würden, ich glaube, da würde die Angst der Menschen überwiegen, anstelle von Schutzgedanken, denn die machen das Maul auf und beißen mal ein Stück ab von uns.
SPEAKER_2: Ich glaube, da sind wir Menschen einfach uns selbst näher als einem Hai.
SPEAKER_1: Ich glaube auch, vor potentiellen humanen Predatoren haben wir immer noch mal irgendwie Manschetten.
SPEAKER_1: Das ist ja auch so dieser Umgang mit dem Wolf.
SPEAKER_1: Da ist immer so ein Gruselfaktor dabei.
SPEAKER_1: Ja, ich denke auch, das ist immer dabei.
SPEAKER_1: Glücklicherweise sind Haie nicht so intelligent.
SPEAKER_1: Muss ich jetzt ehrlich sagen, das wäre mir zu viel.
SPEAKER_2: Entschuldige, das wollte ich auch nicht behaupten, sondern einfach nur, wenn es so wäre.
SPEAKER_1: Das habe ich so verstanden.
SPEAKER_2: Ich glaube nicht, dass sie super intelligent sind.
SPEAKER_2: Aber wenn es wäre, ich glaube, wir würden uns denen einfach nicht so verbunden fühlen wie diesen kleinen süßen Tümmlern.
SPEAKER_1: Wobei das ja auch gegenüber Orcas ist.
SPEAKER_1: Allerdings stehen tatsächlich Menschen bisher offiziell nicht auf der Speiseliste von Orcas.
SPEAKER_1: Es gibt im Moment keine wirklich dokumentierten Angriffe, wo Orcas Menschen essen wollten.
SPEAKER_1: Also Töten, ja, haben wir schon gehabt.
SPEAKER_1: Und vielleicht ist es in der Antarktis, glaube ich, oder Arktis auch dazu gekommen, dass sie sich Wissenschaftlern hinterher auf die Eisschollen warfen und die zerbrachen.
SPEAKER_1: Und die Wissenschaftler halt versucht haben, da abzuhauen.
SPEAKER_1: Das war Rowald Amundsen, ich meine, das war in der Antarktis.
SPEAKER_1: Es ist aber bis jetzt nicht geklärt, ob die Orcas die Menschen fressen wollten oder ob sie sie einfach nur interessant fanden.
SPEAKER_2: Ja, ich glaube auch, weil ich habe davon gehört, dass die auch mit größeren Tümmlern spielen, dass die die quasi in die Luft oder robben und so, dass die die in die Luft werfen und so tatsächlich.
SPEAKER_1: Wir spielen da mit Ping-Pong.
SPEAKER_2: Das ist krass.
SPEAKER_2: Also die, okay, wir dürfen halt nicht vergessen.
SPEAKER_1: Aber große Tümmler auch.
SPEAKER_2: Ja, wir dürfen nicht vergessen, Katzen machen das mit Nagetieren auch.
SPEAKER_1: Ja, natürlich.
SPEAKER_2: Also das ist jetzt nicht so das, oh, was für schreckliche Tiere.
SPEAKER_2: Nein, Katzen, die wir schnurrend streicheln, die tun das auch.
SPEAKER_1: Ja, es gibt einen Zwischenfall, wo ein Orker einem Taucher immer wieder Fisch angeboten hat.
SPEAKER_1: Und da ist nicht so sicher, ob dieser Orker jetzt davon ausgegangen ist, dass der Taucher ihm auf Augenhöhe gleichgestellt ist, aber selber zu blöd zum Jagen ist.
SPEAKER_1: Es gibt so verschiedene Sachen.
SPEAKER_1: Da gibt es eine ganz berühmte Videoreihe, wo ein sehr, sehr bekannter Tierfilmer, dessen Namen mir jetzt gerade nicht einfällt, der ist in der Antarktis getaucht und der ist an einen Seeleoparden geraten.
SPEAKER_1: Das sind sehr große Rompeln, ich glaube, 3,5 Meter, mit einem gigantischen Kopf.
SPEAKER_1: Das sind neben den Opasta die Prädatoren in der Antarktis.
SPEAKER_1: Ein Weibchen, ein großes Weibchen, stand direkt vor diesem Taucher und hat immer wieder einen kleinen Adelhe-Penguin von der Oberfläche runtergezogen, an den Füßen oder am Gefieder und wollte ihn dem Taucher anbieten.
SPEAKER_1: Der Taucher ist einfach nicht darauf eingegangen.
SPEAKER_1: Der Penguin konnte immer wieder entkommen.
SPEAKER_1: Also das ist ziemlich krass.
SPEAKER_1: Offenbar hat diese Seeleopardin den Taucher ja fast als Kind oder was adoptiert.
SPEAKER_1: Also sie hat ja gesehen, dass der das gleiche essen möchte wie sie.
SPEAKER_1: Also sie sieht ihn als Top-Predator und denkt aber auch, dass der zu blöd zum Selberjagen ist.
SPEAKER_1: Oder es war ein Geschenk für die Paarung.
SPEAKER_2: Ja, ich wollte gerade sagen, es kann ein Werbungsversuch gewesen sein, aber ich könnte mir, ich meine, das wäre ja echt der Witz, wir sprechen von Tieren und sprechen von oben herab auf Tiere und Tiere zeigen uns, ihr seid echt zu blöd.
SPEAKER_2: Ehrlich, ihr könnt nicht mal jagen, wie dumm seid ihr.
SPEAKER_1: Das ist ja bei Katzen auch immer die Frage.
SPEAKER_1: Wovon gehen sie aus?
SPEAKER_1: Tauschen sie die Maus gegen Trekkies oder denken sie, wir sind zu blöd zum Jagen?
SPEAKER_1: Das ist jetzt, ja.
SPEAKER_2: Wobei, da muss ich eine kleine Anekdote zum Besten geben.
SPEAKER_2: Es gibt ja den Unterschied zwischen Hunden und Katzen.
SPEAKER_2: Das ist ja so ein Hund, der bekommt Essen von uns Menschen und denkt sich so, boah, ich krieg Essen von dem, ich darf hier bei dem leben, das muss Gott sein.
SPEAKER_2: Und so eine Katze, die bekommt dasselbe, die denkt sich so, boah, ich krieg Essen von dem, ich darf bei dem leben, ich muss Gott sein.
SPEAKER_2: Also es gibt ja schon Unterschiede zwischen den Lebenswesen.
SPEAKER_1: Ja, wobei die auch anpassungsfähig sind, Katzen.
SPEAKER_1: Also ich sehe ja, wie die Katzen meiner Mutter, meine Mutter trainiert haben und mit ihren sehr starken Interaktionshänden.
SPEAKER_2: Ja, ja, in der Tat.
SPEAKER_3: Man trainiert sich gegenseitig.
SPEAKER_1: Ja, genau.
SPEAKER_3: Ja, spannend.
SPEAKER_3: Und so noch ein anderes Team, das sich gut zusammengefunden hat, sehen wir in der Telepart mit Gomtu.
SPEAKER_3: Das ist auch so ein, ja, wahleinliches Wesen.
SPEAKER_3: Das heißt, es ist schon sehr alt und ist wohl das letzte Überlebende aus seiner Herde und versucht sich jetzt quasi selbst umzubringen und will in die Sonne fliegen, meine ich.
SPEAKER_3: So war die Geschichte.
SPEAKER_3: Und dann haben wir eben diesen sehr hochfunktionalen Betasoiden, der eigentlich unter seinesgleichen oder einfach unter Humanoiden nicht gut leben kann, weil so viele Emotionen, so viele Gedanken.
SPEAKER_3: Er ist so sensibel auf all das und kann damit nicht umgehen.
SPEAKER_3: Das ist einfach viel zu viel.
SPEAKER_3: Und geht dann ja quasi, würde ich sagen, in eine Symbiose mit Gomtu.
SPEAKER_3: Gomtu ist nicht mehr alleine und er ist nur noch mit einem anderen Wesen zusammen.
SPEAKER_3: Und die beiden, ja, fliegen dann von dannen.
SPEAKER_2: Er lebt dann in den Nasennebenhöhlen von Gomtu.
SPEAKER_2: Also er lebt ja in diesem Wesen drin, ne?
SPEAKER_2: Er benutzt das wie ein Raumschiff.
SPEAKER_2: Was ich cool finde auf der einen Seite, aber irgendwie auch ein bisschen unglaubwürdig.
SPEAKER_2: Aber wenn es funktioniert, so what?
SPEAKER_1: Dann können die beiden ihren Trieb haben.
SPEAKER_3: Ja, ja.
SPEAKER_2: Ja, ja, genau.
SPEAKER_3: Die Geschichte war wohl so, dass sie schon früher irgendwie mit einer Spezies-Symbiose lebten, aber er halt jetzt alleine zurückgeblieben ist.
SPEAKER_3: Das ist alles sehr lange her, ne?
SPEAKER_3: Ja, und damit die Möglichkeit bestimmt.
SPEAKER_3: Das erinnert mich so ein bisschen an Farscape.
SPEAKER_3: Ich meine, da gab es auch diese Geschichte, diesen lebendigen Fisch, äh, Schiff, ne?
SPEAKER_1: Ja, genau.
SPEAKER_1: Also das könnte tatsächlich häufiger vorgekommen sein, gerade für Telepaten.
SPEAKER_1: Das kann ich mir schon vorstellen.
SPEAKER_1: Ich erinnere mich jetzt tatsächlich an diese Folge gar nicht mehr so gut.
SPEAKER_1: Aber ich kann mir das schon vorstellen, dass man so dann gemeinsam Frieden findet.
SPEAKER_1: Es gibt ja auch Menschen, die sich freiwillig von allen anderen Menschen zurückziehen und dann lieber im Wald mit den Tieren leben.
SPEAKER_1: Und dort dann besser kommunizieren können und für sich ihren Frieden finden.
SPEAKER_1: Also Einsiedler etwa, die haben das ja oft freiwillig gemacht.
SPEAKER_1: Ja.
SPEAKER_3: Und es ist halt hier noch ein weiteres Beispiel dafür, dass eben Kommunikation erst die Möglichkeit gibt, jemanden auch ein bisschen anders wahrzunehmen.
SPEAKER_3: Also GOM2 mehr als nur ein Weltraumwahl wahrzunehmen, sondern eben als eine Person mit eben ja auch Wünschen und Vorstellungen fürs Leben und so weiter.
SPEAKER_1: Ja, genau.
SPEAKER_1: Oder Emotionen eben.
SPEAKER_1: Ja.
SPEAKER_3: Genau.
SPEAKER_3: Ja.
SPEAKER_3: Ja.
SPEAKER_3: Und dann in Prodigy, das finde ich immer wieder sehr schön, da hatten wir diesen fließenden Übergang gesehen.
SPEAKER_3: Mörf war erst so als, ja, so als leuchtende Schnecke inszeniert, wie so ein Hund, der Kru.
SPEAKER_3: Man wusste immer nicht so richtig, ist da bewusstes Handeln, ist das eher zufällig, was da passiert?
SPEAKER_3: Ist er einfach nur so dabei?
SPEAKER_3: Und dann gibt es so diesen Übergang von dieser Haustieranmutung zur Person, also die Entwicklung.
SPEAKER_3: Und da sieht man dann, ach, jetzt ist er quasi auch inszeniert, also animiert, als Kleinkind mit diesem typischen Körperaufbau muss lernen, zu laufen und so weiter, einfach auch zu kommunizieren und so.
SPEAKER_3: Und da, Peter und ich, wir hatten im Vorgespräch so gewitzelt, dass Babys ja eigentlich auch recht doof sind.
SPEAKER_2: Kann man nicht anders sagen.
SPEAKER_2: Also wenn wir ins hohe Alter wiederkommen, wir werden ein bisschen blöd, können die Nahrung nicht mehr bei uns behalten, sowohl vorne als auch hinten, verlieren Zähne und so weiter.
SPEAKER_2: Wir entwickeln uns wieder ins Baby-Stadium zurück.
SPEAKER_2: Aber diese Babys, also ich hatte ja zwei, also mittlerweile sind das fast erwachsene Menschen, die sind echt blöd.
SPEAKER_2: Die können gar nichts.
SPEAKER_1: Hören die gerade zu?
SPEAKER_2: Nee, die hören gerade nicht zu.
SPEAKER_3: Okay, gut.
SPEAKER_2: Meine lieben ehemaligen Babys, bitte verzeihen, dass ich das jetzt so gesagt habe.
SPEAKER_2: Also falls ihr das mal hören sollte, bitte entschuldigt.
SPEAKER_3: Wir waren alle mal Babys.
SPEAKER_2: Ja, stimmt.
SPEAKER_1: Und menschliche Babys bleiben ja viel länger in diesem Stadium, dass sie echt blöd sind.
SPEAKER_1: Als etwa kleine Affen, die entwickeln sich wirklich rasant weiter und ziehen voll an denen vorbei.
SPEAKER_1: Also Schimbansen zum Beispiel.
SPEAKER_2: Ja, im Grunde alle Säugetiere.
SPEAKER_2: Ich weiß gar nicht, ob es bei Elefanten auch so ist.
SPEAKER_2: Die sind, glaube ich, auch sehr lange in diesem infantilen Zustand, aber ich glaube, die kommen auch schneller raus als Menschen.
SPEAKER_1: Also ich meine, die sind ja im Freiland.
SPEAKER_1: Ich glaube, im Freiland ist das eine völlig andere Situation.
SPEAKER_1: Wir infantilisieren unseren Nachwuchs ja auch künstlich.
SPEAKER_1: Das war ja in anderen Zeiten und ist in anderen Kulturen vollständig anders.
SPEAKER_1: Ja, das stimmt.
SPEAKER_1: Das darf man echt nicht vergessen und bei Elefanten und Potwallen dauert das sehr, sehr lange, bis die Jugendlichen die Geschlechtsreife entdeckt erreicht haben.
SPEAKER_1: Das ist ähnlich wie bei uns.
SPEAKER_1: Und dann werden sie aber mit Eintritt der Fortpflanzungsreife erwachsen.
SPEAKER_1: Allerdings ist es so, dass Weibchen erwachsene Bullen erst ab, wenn die 30 oder 40 sind, akzeptieren.
SPEAKER_1: Also es ist bei Potwallen und bei Elefanten so.
SPEAKER_1: Jungere Bullen haben überhaupt keine Chance.
SPEAKER_1: Also da gibt es dann auch unterschiedliche Gruppierungen und unterschiedliche Klassen.
SPEAKER_3: Da hat man ja dann häufig bei Wildtieren dann eben diese Gruppen von jungen Männern, die sich dann zusammentun, die noch sich beweisen müssen, noch ein bisschen älter werden müssen, Erfahrungen sammeln und und und.
SPEAKER_1: Die fliegen also bei den Potwallen auch wirklich raus mit Eintritt der Geschlechtsreife und die müssen dann alleine klarkommen und die tun sich dann erst mal in Gruppen zusammen.
SPEAKER_2: Wie bei Menschen.
SPEAKER_1: Ja, ich glaube, das ist das Gleiche.
SPEAKER_1: Wir hatten in einer Museumsführung ein Kind mal gesagt, ja, das ist bei uns auch so.
SPEAKER_1: Mama wirft mich auch manchmal raus.
SPEAKER_1: Ich wusste gar nicht, was ich sagen wollte.
SPEAKER_1: Aber das war doch ganz treffend.
SPEAKER_1: Das ist bei vielen Tieren.
SPEAKER_1: Die kommen ja auch in die Pubertät und nerven dann echt.
SPEAKER_1: Das ist übrigens bei Krähen und Papageien genau das Gleiche.
SPEAKER_1: Also Organismen, die langlebiger sind, die ein höher entwickeltes Gehirn haben, die Sozialverhalten haben, die kommen offenbar in die Pubertät und entwickeln sich dann so ganz allmählich und nerven in der Pubertät ihre Erwachsenen und Jüngeren mit Wesen.
SPEAKER_2: Ja, mit Wesen, schön.
SPEAKER_2: Also das muss ich meinen Wittwesen hier auch mal mitteilen.
SPEAKER_2: Das ist gut zu wissen.
SPEAKER_3: Herr Spand, dann habe ich noch so einen Punkt reingenommen, der ist auch ein bisschen mit Augenswinkern natürlich zu betrachten.
SPEAKER_3: Wir haben ja auch einige Aliens, die uns gezeigt werden, die doch sehr tierisch anmuten.
SPEAKER_3: Also natürlich sind da verkleidete Menschen in diesen Kostümen, ne?
SPEAKER_3: Aber wir sehen Teleriten eigentlich nur, die haben so Schweinsnasen.
SPEAKER_3: Das ist schon sehr eindeutig, wie man zu dieser Maske gekommen ist.
SPEAKER_3: Dann Kaltianer-Innen, also ganz klar Katzen.
SPEAKER_3: Erstmal nur in der Zeichentrick-Serie, später dann in den Kinofilmen haben wir dann auch richtige blüschige Katzenohren gesehen.
SPEAKER_3: Und dann den TMG zum Beispiel Ante Diana, die sehr fischigen Personen.
SPEAKER_3: Ja, die sind toll.
SPEAKER_3: Da fragt man sich natürlich, sind das einfach nur Personen von anderen Welten, die sich eben so entwickelt haben, oder könnte es nicht auch sein, wie vorhin eben zum Beispiel mit unseren Beluga-Wahlen auf Lower Decks, dass womöglich eben durch hergestellte Kommunikation dann tatsächlich mal ein Wal oder so weiter der Kollege wird.
SPEAKER_1: Ja, wirklich wäre das ja auf jeden Fall.
SPEAKER_2: Also ich finde bei diesen, die du gerade aufgezählt hast, insbesondere bei den Telleriten und bei den Kaytianern, ich habe das Gefühl, dass die sich halt, das was wir sehen, dass die sich auch genauso verhalten wie dieses Tier, was sie repräsentieren.
SPEAKER_2: Die Telleriten, die Schweinsnasen haben, die benehmen sich wie die Sau.
SPEAKER_2: Und die Kaytianer, die fahren auch mal richtig die Krallen aus und die machen halt auch Fauchgeräusche und so weiter.
SPEAKER_2: Also wirklich, es ist ja aus den Augen eines Menschen geformt.
SPEAKER_2: Und das soll es uns auch darstellen.
SPEAKER_2: Es soll uns auch zum Schmunzeln, aber vielleicht auch zum Nachdenken anregen.
SPEAKER_2: Deswegen, ich will das nicht generell verteufeln.
SPEAKER_2: Ab und zu ist es ein bisschen absurd, aber ich mag eigentlich ab und zu diese Blickwinkeländerung, die das hervorruft.
SPEAKER_2: Das finde ich eigentlich ganz nett.
SPEAKER_1: Ja, also Katzen sind ja sowieso in der SF sehr häufig dann zu Aliens aufgebaut worden.
SPEAKER_1: Da gibt es ja ganz viele Beispiele dafür.
SPEAKER_3: Das stimmt.
SPEAKER_3: Das haben wir in TUS ja auch mehrfach, dass tatsächlich Katzen da eine Rolle spielen, dass Personen sich in Form wandeln in Katzen.
SPEAKER_1: Ja, stimmt.
SPEAKER_1: Das kommt ja auch noch dazu.
SPEAKER_1: Also ich glaube, mit Katzen haben wir einfach eine sehr enge Beziehung und die sind sehr positiv besetzt.
SPEAKER_1: In verschiedenen Kulturen.
SPEAKER_1: Weil wenn man jemanden in einen Hund verwandeln würde, dass er in einigen Kulturen eine wirklich harte Büchene Beleidigung wäre.
SPEAKER_3: Ja, das haben wir zum Beispiel mit.
SPEAKER_3: Q macht das mal mit, Dr.
SPEAKER_3: Crusher.
SPEAKER_3: Und das ist durchaus als Beleidigung zu werden, indem man mit einem Finger schnippen wird, zieht zum Hund und bellt dann nur noch.
SPEAKER_1: Ja, genau.
SPEAKER_1: Also es ist schon sehr abwertend.
SPEAKER_1: Und ganz viele andere Tiere kommen überhaupt nicht vor.
SPEAKER_1: Also zum Beispiel Vogelwesen gibt es in Star Trek-Universum, glaube ich, gar nicht.
SPEAKER_1: Ich erinnere mich nicht daran.
SPEAKER_3: Ja, in der Animationsserien.
SPEAKER_1: Ah, okay.
SPEAKER_3: In den Realverfilmungen hat man da so ein bisschen Kostümschwierigkeit, glaube ich.
SPEAKER_1: Und die Wesen sind immer sehr humanoid.
SPEAKER_1: Okay, da gibt es dann nachher diese Erklärung dafür.
SPEAKER_1: Aber wenn ich mir so angucke, wem wir auf der Erde mittlerweile Intelligenz und Denken zugestehen, haben wir natürlich auch die Oktopusse.
SPEAKER_1: Und das sind einfach Aliens, die wirklich völlig anders aussehen.
SPEAKER_1: Die sind eher mit deinen großen pinkfarbenen Schnecken, die du schon erwähntest, verwandt.
SPEAKER_3: Ja, solche Wesen sehen wir in Star Trek dann zum Beispiel eher im Weltraum.
SPEAKER_3: Das ist solche Tentakel, die sich dann da schön noch mal animieren lassen, in Anführungszeichen, ja, tatsächlich.
SPEAKER_3: Ja, genau.
SPEAKER_2: Generell sind, Bettina, wie du gerade eben auch schon sagtest, die ganzen vielen Aliens, also wir sprechen jetzt nicht von Tieren von der Erde, sondern generell so andere Spezies, die halt so ganz anders sind.
SPEAKER_2: Und da stellt sich halt die Frage, wo ziehen wir denn an dieser Stelle die Grenze zwischen Tieren und Menschen?
SPEAKER_2: Und da gibt es halt auch einige, die halt als weder das eine, noch das andere in erster Linie wahrgenommen werden.
SPEAKER_2: Und ich weiß nicht, ob wir da schon so weit von den anderen Spezies von abrücken, aber im Grunde sind aus dieser Tossfolge Horta rettet ihre Kinder.
SPEAKER_2: Wie heißt diese Spezies?
SPEAKER_2: Heißen die Horta?
SPEAKER_2: Oder ist das diese eine Person in Anführungsstrichen?
SPEAKER_1: Und das weiß ich nicht.
SPEAKER_1: Das ist mir unklar.
SPEAKER_2: Und dennoch, vielleicht ist das diese eine, nochmal in Anführungsstrichen, Person, kann man das so bezeichnen?
SPEAKER_2: Vermutlich, wenn das wirklich ein fühlendes Wesen ist.
SPEAKER_2: Dann ist Horta eine Person von vielen, vielen von diesen kristallinen Wesen.
SPEAKER_2: Kristallin ist gar nicht richtig, sondern von Silizium basierten Wesen.
SPEAKER_2: Das ist halt dieses da, wo Spock damals falsch übersetzt, nicht Silizium, Silikon basierte Wesen.
SPEAKER_1: Ach, meine Güte, ja.
SPEAKER_2: Genau, das ist dieser Witz, der sich daraus immer entspinnnt.
SPEAKER_2: Aber im Grunde, genau das ist nochmal dieser Punkt, den ich vorhin auch schon sagte, wo ich sagte, wenn es kein Gesicht hat, fällt es uns wahnsinnig schwer, das als Lebewesen und schon gar nicht als fühlendes Lebewesen wahrzunehmen.
SPEAKER_1: Also es wird in Star Trek ja oft danach eingeteilt, ob etwas Kleidung und Waffen trägt.
SPEAKER_1: Zum Beispiel die Goren, das sind große Eidechsen und die sind von Anfang an in Kleidung aufgetreten.
SPEAKER_1: Das heißt, da ist irgendeine Form von, also dem gestehen wir eine Form von Intelligenz, Kultur, offenbar Schamgefühl oder sonstigem zu.
SPEAKER_1: Und die werden jetzt in Strange New Worlds eigentlich weniger menschlich oder weniger persönlich dargestellt, eher so als Aliens.
SPEAKER_1: Also sie tragen jetzt ja auch keine Kleidung mehr.
SPEAKER_1: Doch, sie tragen immer noch Kleidung.
SPEAKER_1: Und das ist ein Unterschied etwa zum Mugato.
SPEAKER_1: Zumindest habe ich das so verstanden, dass der Mugato jetzt einfach als Tier eher gilt.
SPEAKER_1: Also dem wurde, soweit ich das sehe, keine Intelligenz zugestanden.
SPEAKER_1: Der ist aggressiv, er trägt aber nur sein Fell und er ist giftig.
SPEAKER_1: Er hat aber keine Waffen in dem Sinne, sondern hat seinen Horen und seine Knochen dornen und sowas.
SPEAKER_2: Entschuldige, wenn ich den Witz jetzt aufgreife, ich weiß gar nicht, wovon du sprichst.
SPEAKER_2: Ich kenne den Gumato, aber Mugato sagt mir gar nichts.
SPEAKER_2: Nein, also diese Spezies in und mit diejenigen, die das jetzt nicht vor Augen haben, das auch nochmal vor Augen bekommen.
SPEAKER_2: Das ist so ein Yeti-ähnliches Wesen mit einem Horn auf der Stirn, glaube ich.
SPEAKER_1: Genau, ein Einhorn-Yeti in weißem Fell.
SPEAKER_2: Stimmt, genau.
SPEAKER_2: Sehr schön.
SPEAKER_3: Die Science-Fiction-Lösung für alles, nehme einfach irgendeinen Wesen und besetze ihn mit einem Horn auf die Stirn.
SPEAKER_2: Stimmt.
SPEAKER_2: Ist ein bisschen billig, muss ich zugeben.
SPEAKER_2: Ist ein bisschen...
SPEAKER_3: Naja, aber es funktioniert immer wieder.
SPEAKER_1: Es ist halt Star Trek.
SPEAKER_3: Ja, stimmt.
SPEAKER_1: Also, man kann schon sagen, dass sie sich mit anderen Lebensformen jetzt nicht so wahnsinnig viel Mühe gegeben haben.
SPEAKER_1: Das muss ich leider so sagen.
SPEAKER_1: Also, das erste Mal, dass wir so eine absolut nicht humanoide Lebensform gesehen haben, das ist doch eigentlich die Spezies 8471, oder?
SPEAKER_3: 8472?
SPEAKER_1: 8472, entschuldigung.
SPEAKER_2: Eine mehr oder weniger, meine Güte.
SPEAKER_2: Ja, ja, stimmt.
SPEAKER_2: Ja, ja, die sind schon ganz besonders.
SPEAKER_2: Waren die nicht auch dreibeinig oder vierbeinig tatsächlich?
SPEAKER_1: Ja, die waren irgendwie anders, jedenfalls nicht so richtig humanoid.
SPEAKER_1: Dreibeine, zwei Arme, fünf Geschlechter.
SPEAKER_3: Ja, und die leben halt einfach nicht in unserem Raum.
SPEAKER_3: Die haben ein ganz anderes Lebensumfeld.
SPEAKER_3: Und also diese Andersartigkeit ist ja dann häufig dann die große Hürde, wie ja zum Beispiel bei Horter erst mal festzustellen, ist es denn überhaupt ein Lebensform?
SPEAKER_3: Was haben wir mit was haben wir es denn eigentlich zu tun?
SPEAKER_3: Ja, und dann hier auch wieder dann durch die Kommunikation, die Bestätigung, ach ja, es ist empfindungsfähiges Leben auch noch.
SPEAKER_3: Und auch bei TMG zum Beispiel mit dem Leben, das sie im Sand gefunden haben, als der Planet Terra geformt werden soll, dann ein anorganisches Leben zu finden.
SPEAKER_3: Und da haben wir so eine Geschichte, wie so ähnlich, es erinnert mich so ein bisschen an die Fruchtfliegen, die man aus der Küche vertreiben will.
SPEAKER_1: Ja, genau.
SPEAKER_3: Die Lebensmittelmodden, den Genotzi, den man da sehr fleißig betreibt im eigenen Küchenschrank.
SPEAKER_3: Und dann hier haben wir das eben, es wurde im Sand gebohrt, man tötet ganz viele dieser anorganischen Lebewesen versehentlich.
SPEAKER_3: Und dann ist das Interessante, das Curry ist so weit gegangen und hat den Spieß umgedreht.
SPEAKER_3: Da sind wir, die Fruchtfliegen, die gar nicht so richtig wahrgenommen werden.
SPEAKER_3: Also noch kleiner sogar, wie eben das Leben im Sand damals bei TMG.
SPEAKER_3: Spezies Tensi, die ja einfach nur Bergbau betrieben hat und hat ein paar Planeten weggebaggert und versehentlich ganze Bevölkerung, ganze Planeten ja ausgelöscht hat.
SPEAKER_3: Das ist das Spannende an Science Fiction, wie man dann immer mit der Perspektive spielen kann.
SPEAKER_2: Ja, das stimmt.
SPEAKER_3: Und auch hier der große Schritt, die Kommunikation herzustellen.
SPEAKER_3: Also auf der Enterprise wird die Kommunikation mit diesem Leben im Sand, mit diesen Kristallen, dem anorganischen Leben hergestellt.
SPEAKER_3: Und durch die Unterhaltung wird klar, ja, es ist empfindungsfähiges Leben.
SPEAKER_3: Und dann umgekehrt die Discovery Crew, die unglaubliche Reise.
SPEAKER_3: Also wenn man ja aus der Perspektive dieses anorganischen Lebens, aus der TMG-Episode, die Folge betrachten würde, was haben die für eine unglaubliche Reise?
SPEAKER_3: Was haben die alles unternommen?
SPEAKER_3: Was haben die alles überwinden müssen, bis sie mit den Menschen kommunizieren konnten?
SPEAKER_3: Und jetzt hier bei Discovery, da sind es die Menschen, die dann aus der Galaxis rausreisen müssen, um mit dieser superfremdartigen Spezies irgendwie eine Kommunikation, das waren über Lichtsignale, herzustellen, um festzustellen, übrigens, hallo, wir sind auch noch da und bitte baggert uns nicht alle weg.
SPEAKER_3: Und was ist denn eure Motivation, Galtis rauszufinden, um dann festzustellen, ja, es war versehentlich?
SPEAKER_1: Ja, naja, das passiert ja bei uns heute ständig, so was, dass wir versehentlich mal eben was abbauen.
SPEAKER_1: Ich denke da nur an den Manganknollenabbau in der Tiefsee, wo wir halt mit den Manganknollen Lebensräume einfach weitgehend vernichtet werden.
SPEAKER_1: Allerdings war das früher auch schon immer üblich, so in Zeiten des Kolonialismus, dass man irgendwo Land entdeckte, wo noch kein europäisches Land einen Namen draufgeschrieben hatte.
SPEAKER_1: Ich formuliere das mal so.
SPEAKER_1: Und es dann als Terra incognita einfach in Besitz genommen hat, selber den eigenen Namen dann draufgeschrieben hat, den man haben wollte und alles andere unterworfen hat bzw.
SPEAKER_1: tötete.
SPEAKER_1: Und das machte halt auch vor anderen Menschen nicht halt, weil man ihnen die Menschlichkeit gar nicht zugestand.
SPEAKER_1: Also es ist doch immer sehr viel Spiegel in der Science-Fiction.
SPEAKER_3: Ja.
SPEAKER_3: Ja.
SPEAKER_3: Und dann mein nächster Punkt in der Liste, da kommen wir zum Tadikaden tatsächlich.
SPEAKER_3: Also wo fängt es an mit Versklavung und wieviel nutzt hier ist noch gerechtfertigt?
SPEAKER_3: Dann haben wir bei TMG z.B.
SPEAKER_3: im Piloten gesehen, die Mission Farpoint Station, die tatsächlich ja sich aus einem Wesen, das ja auch sehr, ja, oktopodenartig wirkt, ne, dargestellt.
SPEAKER_1: War das nicht eine Qualle?
SPEAKER_3: Eine Qualle, ja, oder Qualle, mhm, sowas in der Art, eine riesige Weltraumqualle, mhm, die durch ihre eigene Lebensenergie Materie herstellen konnte und so versucht hat, die Wünsche der Leute dort zu erfüllen.
SPEAKER_3: Ist dann die Frage, wo ist die Grenze, wie weit kann man gehen, ne?
SPEAKER_3: Dieses Wesen wurde gewaltsam festgehalten, also im Grunde versklavt.
SPEAKER_3: Wie zum Beispiel auch der Tardigrade in Discovery benutzt wurde, um ja durch das Myzelnetzwerk zu reisen.
SPEAKER_1: Ja.
SPEAKER_1: Wobei man beim Tardigrade ja wirklich sehen kann, wie er leidet.
SPEAKER_1: Und die Discovery Crew das auch wahrnimmt.
SPEAKER_1: Und dann Stammets halt sich später an die Stelle des Tardigradens stellt und auch dementsprechend leidet.
SPEAKER_1: Also er nimmt das Leid des Tardigradens dann auf sich.
SPEAKER_1: Das fand ich sehr schön.
SPEAKER_1: Und bei TMG hat mir sehr gut gefallen, dass Councilor Joyce Emotionalität und ihre Empathie, dass sie das wirklich ausspielen konnte.
SPEAKER_1: Das ist, glaube ich, etwas, was wirklich etwas Neues war in Star Trek.
SPEAKER_3: Das stimmt, ja.
SPEAKER_3: Das ist wirklich eine Szene, die sehr viele Leute bewegt hat, die auch viele immer noch heute zitieren, wenn vielleicht auch ein bisschen ins Lächerliche ziehend.
SPEAKER_3: Also vor allem damals.
SPEAKER_3: Aber ich finde das wirklich auch sehr wichtig, das zu zeigen und das Leid auch wirklich dazustellen und uns ja, also wirklich ein Gesicht zu geben, was da passiert.
SPEAKER_1: Ja, genau.
SPEAKER_1: Sie hat dem ein Gesicht gegeben.
SPEAKER_1: Das ist gut.
SPEAKER_3: Ja.
SPEAKER_1: Was auch ihre Crewmitglieder verstehen konnten.
SPEAKER_1: Ja.
SPEAKER_2: Ja.
SPEAKER_3: Ja, eine gute Übersetzung, was da passiert.
SPEAKER_3: Und dann, da hatten wir vorhin schon drüber gesprochen, das Thema Fleischkonsum.
SPEAKER_3: Also einmal wird in TMG natürlich direkt in der ersten Staffel erklärt, nein, nein, wir haben uns ja weiterentwickelt.
SPEAKER_3: Wir essen ja gar kein Fleisch.
SPEAKER_3: Das, was sie da gesehen haben, das war ja repliziert.
SPEAKER_3: Das war ja gar nicht ein Ergebnis einer Jagd und einer Schlachtung oder einer Tierhaltung oder einer Schlachtung.
SPEAKER_3: Und da sind die Antikane an Bord und jagen die anderen Botschafter, die eigentlich auch zu der Konferenz fliegen, die Seelei.
SPEAKER_3: Und da ist natürlich dann der Punkt, wer entscheidet welchen Stellenwert, welches Leben, welches Tier hat.
SPEAKER_3: Hier die Antikane finden das selbstverständlich, die Seelei zu jagen, während dem natürlich das für uns im ersten Moment sehr heftig wird.
SPEAKER_3: Das ist ein Mord, den wir da quasi bezeugen.
SPEAKER_3: Aber ist ja die Frage, wann ist es Mord und wann ist es eine Schlachtwung?
SPEAKER_1: Das ist wieder eine reine Frage der Perspektive und des Stadtpunktes.
SPEAKER_2: Kultur, ne?
SPEAKER_3: Ja.
SPEAKER_2: Auf der anderen Seite hatte die Frage damals auch schon bei unserer Nahrungsmittelfolge gestellt, ab wann ist es wirklich so, dass wir vegetarisch leben, obwohl etwas repliziert ist?
SPEAKER_2: Ist das echtes Fleisch?
SPEAKER_2: Auch wenn, ich sag jetzt mal, wenn man das auf mikroskopischer Ebene nicht mehr von echtem Fleisch unterscheiden können, ist es dann vegetarische Ernährung?
SPEAKER_2: Fragezeichen kann man gar nicht so beantworten.
SPEAKER_2: Diese Technologie existiert halt einfach auch noch gar nicht.
SPEAKER_2: Aber wir können schon sehr ähnliches Fleisch, natürlich super teuer, aber auf vegetarischen Wegen oder zumindest nicht auf Schlachtungswege Fleisch herstellen, dass wirklich echtem Fleisch wahnsinnig ähnlich ist.
SPEAKER_2: Wenn ich das verziere, bin ich dann Vegetarier oder bin ich nicht?
SPEAKER_2: Fragezeichen mag ich nicht zu beantworten.
SPEAKER_1: Aber das ist eine sehr gute Frage.
SPEAKER_2: Genau.
SPEAKER_2: Sollte man zumindest mal gestellt haben und sich zumindest mal Gedanken darüber machen.
SPEAKER_2: Und dann eben auch noch, also das ist jetzt nur die reine Ernährungseite, aber wo kommt es her?
SPEAKER_2: Wenn ich wirklich sage, okay, wir sind darüber hinaus und Tanja hat das ja auch vorher schon angesprochen, wir sind über diesen Punkt hinausgekommen, ernähren uns jetzt aber auch wieder von Hornhasen-Salami-Pizza.
SPEAKER_3: Ja gut, das ist so ein Punkt.
SPEAKER_3: Da hatten wir das in Picar auf dem Planeten eine Pente.
SPEAKER_3: Das ist natürlich sehr eindrücklich, weil es beides mal reicher war.
SPEAKER_3: In TMG Staffel 1 hat er noch den Antikanern erklärt, dass sie ja kein Fleisch mehr essen würden.
SPEAKER_3: In Picar auf eine Pente, da leben sie halt ein ganz anderes Leben und da jagt seine Tochter den Einhornhasen.
SPEAKER_3: Und er macht Salami draus und legt die auf die Pizza.
SPEAKER_1: Ja, ich glaube an mich.
SPEAKER_3: Ja, genau.
SPEAKER_3: Und da hatten wir in unserer Essensfolge tatsächlich drüber geredet.
SPEAKER_3: Ich verlinke die auch nochmal.
SPEAKER_3: Das ist so ein bisschen der Punkt, wo man sagen kann, natürlich spiegelt sich einmal die Zeit jeweils wieder, in der die Sachen gedreht, produziert wurden.
SPEAKER_3: Und dann kann man natürlich sagen, wir bekommen hier einmal einen Sternflotten-Interner gezeigt.
SPEAKER_3: Also das Dienen auf dem Schiff.
SPEAKER_3: Und dort ist man eben repliziert und eben vegetarisch.
SPEAKER_3: Und dann ist das andere natürlich das Privatleben, dass die Rikers, die Rikers auf eine Pente führen.
SPEAKER_3: Das ist dann wiederum Privatsache.
SPEAKER_1: Ja, vor allem haben sie ja die Technologie der Enterprise nicht zur Verfügung.
SPEAKER_1: Und insofern ist das tatsächlich ein anderes Environment.
SPEAKER_1: Also es geht wieder back to the roots.
SPEAKER_1: Bei den Amis ist es ja super spektakulär wichtig, dass man unbedingt mal draußen ist und irgendwas jagt und totes Tier am Lagerfeuer zubereitet.
SPEAKER_1: Auch wenn sie das in diesem Fall auf die Pizza tun.
SPEAKER_1: Ja, also ich frage mich solche Sachen auch.
SPEAKER_1: Ich frage mich auch, ob wenn man Fleisch aus Stammzellen wachsen lässt, ob das denn Fleisch oder vegetarisch ist.
SPEAKER_1: Wie tierwohlgerecht das ist und warum man da nicht einfach Gemüse isst.
SPEAKER_1: Und ob Gemüse nicht möglicherweise auch Empfindungen hat.
SPEAKER_1: Also da kommt man sehr schnell gleich in eine sehr weite ethische Diskussion rein, nach der man vielleicht lieber nur noch Wasser trinken möchte.
SPEAKER_2: Ja gut, okay, es funktioniert natürlich nicht.
SPEAKER_2: Wir müssen halt irgendwie Energie zu uns nehmen, Vitamine und so weiter.
SPEAKER_2: Irgendwo müssen wir es herkriegen.
SPEAKER_2: Wir sind nun mal einfach keine Lithuoren.
SPEAKER_2: Wir können uns nicht von Steinen oder nicht organischem Material ernehmen.
SPEAKER_1: Vielleicht haben wir auch Gefühle.
SPEAKER_2: Oh je, also in eine Horta hineingebissen.
SPEAKER_2: Aber wie gesagt, da opfer ich dann halt meine Zähne.
SPEAKER_2: Das will ich ja auch nicht.
SPEAKER_2: Aber die Frage ist gut.
SPEAKER_2: Inwiefern haben Pflanzen nicht die gleichen oder wenn nicht sogar selben Rechte wie Tiere?
SPEAKER_2: Fraglich?
SPEAKER_1: Ja, also ich bin schon sehr lange Vegetarierin.
SPEAKER_1: Ich kenne da keine Kompromisse.
SPEAKER_1: Ich esse Pflanzen wirklich auf.
SPEAKER_1: Mit Stumpen und Stiel zum Teil.
SPEAKER_2: Ok, also nicht weil du Tiere so liebst, sondern weil du die Pflanzen so hast?
SPEAKER_1: Nein.
SPEAKER_3: Das war ein Schmerzbild.
SPEAKER_1: Ich hasse die Art und Weise, wie wir mit Tieren umgehen.
SPEAKER_1: Ich habe kein Problem, wenn jemand ein Tier tötet, um das zu essen, wenn das ein gutes Leben hatte und das mit dem Töten ok war.
SPEAKER_1: Aber die Art und Weise, wie wir mit Tieren umgehen, das finde ich unerträglich.
SPEAKER_2: Du sagtest es gerade, wenn das mit dem Töten ok war, für wen?
SPEAKER_2: Also berechtigte Frage bestimmt.
SPEAKER_2: Für wen ist es ok?
SPEAKER_2: Für uns als Verzehrende?
SPEAKER_1: Stimmt, richtig.
SPEAKER_1: Es ist doch idiotisch, weil in freier Wildbahn werden Tiere nicht nett getötet.
SPEAKER_1: Wenn man sich anguckt, wie ein Löwe ein Zebra reißt, das Zebra kriegt den Bauch aufgerissen, die fangen am Bauch an zu fressen.
SPEAKER_1: Ja, es ist grauenerregend.
SPEAKER_3: Ja, das ist halt so das Thema.
SPEAKER_3: Ich habe ja vorhin gesagt, wir alle, wir Tiere, wir brauchen zum Überleben organisches Material von anderen.
SPEAKER_3: Die Frage ist halt, wo man für sich dann die persönliche Grenze zieht.
SPEAKER_3: Man kann rein pflanzlich leben, aber ja, also mindestens das brauchen wir.
SPEAKER_3: Alle Tiere verdrängen, essen, geben anderen Tieren Leid.
SPEAKER_3: Also ist halt nur die Frage, wie man dann selbst sich dazu positioniert, wie weit man selber gehen will.
SPEAKER_2: Ja, ja, ja.
SPEAKER_3: Hm, ja.
SPEAKER_2: Es hört sich so schwer an, aber ich, ja genau, ich finde, es fühlt sich jetzt ein bisschen schwer an.
SPEAKER_2: Aber das ist es eigentlich gar nicht.
SPEAKER_2: Wenn man Folgendes bedenkt, es gibt ja so einen Kreislauf und am Ende verzehren Pflanzen oder andere Lebewesen das, was unsere Biomasse ausmacht.
SPEAKER_3: Ja.
SPEAKER_2: Und diese Pflanzen werden dann möglicherweise von anderen Tieren gegessen, die wiederum von Menschen gegessen werden.
SPEAKER_2: Also das ist halt schon ein Kreislauf und ich mache mir da keine Illusion, dass ich möglicherweise in indirektem Wege andere Menschen verzehre.
SPEAKER_2: So schlimm sich das anhört.
SPEAKER_2: Aber warum sollte ich bei anderen Menschen halt machen, wenn ich es bei Tieren nicht mache?
SPEAKER_2: Also das ist jetzt ein bisschen in doppeltem Kreise gedacht, weil ich verzehre Tiere, die Pflanzen essen, die irgendwann mal irgendwie meine Vorfahren verzehrt haben.
SPEAKER_2: Also das hört sich grausam an, aber so ist nun mal dieses Leben dieser Kreislaufs.
SPEAKER_1: Das ist so, das ist der Stoffkreislauf.
SPEAKER_1: Ja, das stimmt, wir machen uns das halt nicht klar.
SPEAKER_1: Das ist übrigens etwas, was in Star Trek wirklich unlogisch ist.
SPEAKER_1: Leichen werden in den Weltraum geschossen und nicht dem Stoffkreislauf wieder zugeführt.
SPEAKER_1: Es gibt ganz wenige Science-Fiction, in der das thematisiert wird, wie Menschen begraben werden, um dann wieder in den Stoffkreislauf reinzukommen.
SPEAKER_1: Also selten, konsequent umgesetzt werden kann.
SPEAKER_2: Silent Green wäre da so ein Wort, oder?
SPEAKER_2: Okay.
SPEAKER_3: Es kommt halt durch die Schifffahrt, wo man ja eigentlich die Leiche dann dem Meer übergebend dann tatsächlich in den Kreislauf zurückgibt.
SPEAKER_3: Aber das Übertragen auf den Weltraum, das funktioniert dann halt nicht so richtig.
SPEAKER_3: Da entspinnen sich dann ganz andere Geschichten, was dann mit diesen Leichen im All womöglich noch passieren kann.
SPEAKER_2: Okay, gut, dass du es sagst.
SPEAKER_2: Ich wäre tatsächlich nicht drauf gekommen, warum wir das so in Star Trek sehen.
SPEAKER_2: Aber natürlich, klar, die Seefahrt.
SPEAKER_2: Du hast natürlich recht.
SPEAKER_2: Das ist ein gutes Bild, ja.
SPEAKER_2: Verstehe.
SPEAKER_1: Die haben dann die Fische gefüttert.
SPEAKER_2: Ja, stimmt, im wahrsten Sinne des Wortes.
SPEAKER_3: Ja, so spannend.
SPEAKER_3: Du hattest vorhin auch noch Oktopoden erwähnt.
SPEAKER_3: Und ich kann mich erinnern, du hattest auf der FedCon auch noch kurz darüber geredet, dass gerade so ein bisschen neu verhandelt werden muss, inwieweit da vielleicht Persönlichkeits-
SPEAKER_3: oder Tierrechte nochmal neu verhandelt werden.
SPEAKER_3: Kannst du dazu noch etwas sagen?
SPEAKER_1: Also soweit ich weiß, läuft das in Europa noch, die Verhandlung.
SPEAKER_1: Es geht immer noch um eine Eröffnung einer Oktopoden-Massenhaltung, Mastfarm auf den kanarischen Inseln.
SPEAKER_1: Und soweit ich weiß, ist das noch nicht ganz entschieden.
SPEAKER_1: Es ist immer noch eine Riesendiskussion darüber.
SPEAKER_2: Also wenn Zephalopoden wirklich so intelligent sind, wie wir uns das auch vorstellen können und uns in denen nachsagen, dann fände ich es eigentlich, ich meine, ich habe neulich noch sowas gegessen.
SPEAKER_2: Aber jetzt im Nachhinein fühle ich mich echt schlecht dabei, genau das getan zu haben.
SPEAKER_2: Ich meine, das ist ein bisschen so, als ob ich einen Affen abschlachte und esse.
SPEAKER_2: Aber ich meine, aber auf der anderen Seite, wer sagt mir denn, dass es besser ist, das bei einem Rind oder bei einem Schwein zu machen?
SPEAKER_2: Also ethisch gibt es auf diese latente Frage auch gar keine richtige Antwort, es gibt halt keinen.
SPEAKER_1: Ich esse nichts davon tatsächlich.
SPEAKER_1: Und ich esse die Poten schon lange nicht mehr, seit ich mit denen gespielt habe.
SPEAKER_1: Also es ist für mich schon ganz lange tabu.
SPEAKER_1: Ich habe lange noch Fisch gegessen, auch sehr gerne früher.
SPEAKER_1: Ich habe ja auch mit gefischt in der Forschungsfischerei.
SPEAKER_1: Und da habe ich ganz ohne schlechtes Gewissen Fisch gegessen, weil den hatten wir gerade eben frisch gefangen.
SPEAKER_1: Der kam aus dem Meer, nicht etwa aus irgendeiner ökologisch sehr bedenklichen Masthaltung oder so.
SPEAKER_1: Mittlerweile mache ich das noch ganz selten, weil ich das total ablehne, wie wir Fischerei betreiben.
SPEAKER_1: Und Zephaloponen kann ich überhaupt gar nicht mehr essen, schon ganz lange.
SPEAKER_1: Also mit Muscheln habe ich manchmal weniger Probleme, aber nur zur Eiweißaufnahme.
SPEAKER_1: Ich finde es schmecken schrecklich.
SPEAKER_1: Aber zur Eiweißaufnahme habe ich das an einigen Stellen halt schon tun müssen, weil ich kriege nicht überall vegetarisches Essen, wie ich es brauche.
SPEAKER_3: Verstehe ich.
SPEAKER_3: Ja, es muss halt jeder die Grenze für sich selber irgendwie finden.
SPEAKER_3: Das ist immer wieder das gleiche Thema.
SPEAKER_2: Also ich finde es übrigens schön, mit euch jetzt hier darüber gesprochen zu haben, weil mir kommt halt die Frage noch mal auf.
SPEAKER_2: Was unterscheidet mich vom Tier, weil ich ein Gesicht habe und weil man mit mir kommunizieren kann?
SPEAKER_2: Ist das der Grund, warum man mein Fleisch nicht verzehrt?
SPEAKER_2: Ist das wirklich der einzige Grund?
SPEAKER_2: Wenn ja, ist das vielleicht ein bisschen wenig, mich quasi nicht zu essen?
SPEAKER_2: Also das ist sehr bedenklich, wie ich finde.
SPEAKER_1: Ja, wenn man das weiter denkt, ist das bedenklich.
SPEAKER_1: Früher haben Leute sich gegenseitig gegessen.
SPEAKER_1: Man musste nur vom anderen kleinen sein und damit war man schon zum Abschuss freigegeben.
SPEAKER_1: Das war eine wichtige Eiweißquelle.
SPEAKER_2: Schrill, also wirklich schrill, aber gut.
SPEAKER_1: Heute ist es tabuisiert.
SPEAKER_1: Das ist jetzt die Frage, ist das richtig?
SPEAKER_2: Ja, also ich glaube, eine Antwort auf richtig oder falsch gibt es in der Biologie eigentlich in dieser Art nicht.
SPEAKER_2: Aber wir sind ja denkend, meine ich zumindest.
SPEAKER_2: Also sollten wir uns da schon irgendwie eine Meinung bilden können.
SPEAKER_2: Aber dass ich sage, ich habe jetzt hier die Meinungsherrschaft darüber und sage, nee, kann man nicht oder ja, darf man.
SPEAKER_2: Das will ich mir auch nicht anmaßen.
SPEAKER_1: Ich würde das auch von der Situation abhängig machen.
SPEAKER_1: Es hat ja Kannibalismus auch einfach aus der Situation heraus immer wieder gegeben.
SPEAKER_1: Also soweit ich weiß, ist es bei Neandertaler nachgewiesen.
SPEAKER_1: Ich weiß nicht, ob ich jetzt was Falsches erzähle, aber das war jedenfalls mein letzter Stand, dass da angeklapperte Knochen bei waren.
SPEAKER_1: Und ich meine, das ist natürlich auch aus der Situation heraus zu verstehen, wenn da eine Neandertaler Horde im Winter sitzt und einfach nichts zu essen da ist und man dann die unangenehmen Nachbarn trifft.
SPEAKER_1: Ja, wie sieht es aus?
SPEAKER_1: Oder vielleicht, wenn jemand gestorben ist, dass man den dann drauf isst.
SPEAKER_1: Also ist immer so die Frage.
SPEAKER_1: Bei Schiffbrüchigen hat es das ja auch schon gegeben, Kandidatismus.
SPEAKER_1: Und die sind dann furchtbar dafür verurteilt worden.
SPEAKER_1: Ist die Frage, sie haben damit überlebt.
SPEAKER_1: Und es war in dieser Situation für sie die einzige Möglichkeit zu überleben.
SPEAKER_1: Also das würde ich nicht verurteilen.
SPEAKER_2: Verständlich, sehr verständlich zum Überleben.
SPEAKER_2: Ja, wo zieht man die Grenze?
SPEAKER_2: Also ja, ich glaube, das könnte tatsächlich die einzige Grenze sein.
SPEAKER_2: Aber wenn ich sage, okay, ich esse Fisch oder ich esse dies und jenes Tier, ist das gerechtfertigt, weil ich mich davon ernähre und nicht mehr.
SPEAKER_2: Ich spiele ja nicht damit.
SPEAKER_2: Aber ist es verwerflich von Katzen mit Nagetieren zu spielen?
SPEAKER_2: Ich will mich da halt nicht aufspielen, ich weiß es besser.
SPEAKER_2: Ich finde es schön, dass wir darüber nachdenken können und darüber sprechen können, weil es einfach so viel implizieren kann.
SPEAKER_2: Wenn wir in Star Trek darauf schauen, sehen wir die Perspektive von anderen auf uns und zum Teil auf uns herab, so wie wir auf Tiere herabschauen.
SPEAKER_2: Ich möchte das noch mal sagen, du hast es auch am Anfang gesagt, wir sind Homo sapiens sapiens und damit sind wir auch nur Tiere.
SPEAKER_2: In diesem Spektrum auch vorhanden.
SPEAKER_1: Das ist übrigens verflehmt, es zu sagen in bestimmten religiösen Kreisen.
SPEAKER_1: Das sagen ja nur wir, die wir hier aufgeklähte Menschen sind und so diskutieren.
SPEAKER_1: Wenn man jetzt ein extremistischer religiöser Anhänger, etwa des Christentums ist, dann darf man das halt nicht sagen.
SPEAKER_1: Ich könnte mir vorstellen, dass auch an anderen extremistischen Glaubensrichtungen, etwa im Islam, ist das ja auch verpönt.
SPEAKER_1: Die lehnen ja dann auch die Evolution ab.
SPEAKER_1: Mit einem Islamisten braucht man nicht über Evolution zu diskutieren.
SPEAKER_1: Das ist sicherlich in anderen Religionen auch.
SPEAKER_1: Also es ist auf jeden Fall typisch Science Fiction, eine solche Situation dadurch auszuleuchten.
SPEAKER_1: Und unser eigenes Verhalten uns immer wieder im Spiegel vorzusehen.
SPEAKER_1: Und darum gucken wir ja auch Science Fiction und beschäftigen uns damit.
SPEAKER_2: Genau, weil das das so spannend aufarbeitet.
SPEAKER_2: Und ich freue mich dann immer.
SPEAKER_2: Also ihr hattet ja vorhin davon gesprochen, von diesen Zoosituationen, dass viele Menschen in Zoos sind.
SPEAKER_2: Eine der schönsten Situationen.
SPEAKER_2: Also ich habe mich da gefreut und das ist ausgerechnet diese TAS-Serie, diese Zeichentrick-Serie von der Original-Serie, wo eben genau das aufgebracht wird, dieses Thema.
SPEAKER_2: Und ich war so positiv von dieser Folge überrascht, dass ich gesagt habe, boah, was für ein Riesen-Fast, die hier aufmachen.
SPEAKER_2: Und das ist in Anführungsstrichen nur diese dode Zeichentrick-Serie von irgendeiner Science Fiction-Serie, die da im Fernsehen läuft.
SPEAKER_2: Krasses Thema, richtig gut verarbeitet und hat in mir auch schon in jungen Jahren wirklich diese Frage aufgestellt, hey, an welcher Stelle stehe ich denn überhaupt?
SPEAKER_2: Warum bin ich denn so viel besser?
SPEAKER_2: Oder bin ich es überhaupt?
SPEAKER_2: Also es hat richtig einen Riesen-Fast bei mir aufgemacht, diese Frage zu stellen.
SPEAKER_2: Also wirklich ganz großes Kino an dieser Stelle, schon recht früh in der Science Fiction.
SPEAKER_1: Also ich denke, das ist doch auch das, was Star Trek ausmacht, dass diese Moral-
SPEAKER_1: und Ethik-Diskussionen von Anfang an dabei waren, immer im Kontext des gesellschaftspolitischen Hintergrundes der jeweiligen Zeit, aber immer mit einem gewissen moralischen und ethischen Anspruch dahinter, überhaupt über etwas nachdenken zu wollen und darüber forciert zu sprechen.
SPEAKER_1: Also ich denke, das macht Star Trek aus.
SPEAKER_1: Und das ist ja auch im Ferndarm immer wieder gespiegelt, dass man mit solchen Leuten, auch wenn man die Wildfremde trifft auf so einer Convention, sofort in solche auch moralischen Diskussionen reinkommen kann.
SPEAKER_1: Also für mich macht das das Star Trek Universum mit aus und das Fandom.
SPEAKER_3: Auf jeden Fall.
SPEAKER_2: Absolut.
SPEAKER_1: Und darum schätze ich es auch so sehr.
SPEAKER_2: Das hört sich schon so sehr nach Abschluss an.
SPEAKER_2: Das hört sich sehr, sehr, sehr, das sind sehr versöhnliche Worte nach diesem zum Teil schweren Thema ganz zum Schluss nochmal.
SPEAKER_1: Ich bin mit Star Trek nie fertig.
SPEAKER_1: Wir machen besten die Fallzüge heute Schluss.
SPEAKER_2: Ja, okay, da gebe ich dir recht.
SPEAKER_2: Absolut.
SPEAKER_2: Da hast du absolut recht.
SPEAKER_2: Also ich finde, das ist aber hier für dieses Thema Tiere.
SPEAKER_2: Ich glaube, ein schöner Abschluss, wenn ihr mir zustimmt.
SPEAKER_3: Ja, auf jeden Fall.
SPEAKER_1: Ich glaube auch.
SPEAKER_1: Ich habe jetzt auch nichts mehr bei meinen Notizen, was ich unbedingt noch anbringen wollte.
SPEAKER_1: Ich habe das alles abgehakt.
SPEAKER_3: Sehr schön.
SPEAKER_1: Bei manchen muss man einfach bringen, finde ich.
SPEAKER_1: Aber ihr habt euch heute so toll vorgearbeitet mit den Fragen.
SPEAKER_1: Also Tanja, du hast das, glaube ich, zusammengestellt.
SPEAKER_1: Wow, also du kennst viel mehr Folgen als ich.
SPEAKER_1: Die Animated-Series, da habe ich gar keine Erinnerung mehr dran.
SPEAKER_1: Und Prodigy habe ich tatsächlich auch noch nie gesehen.
SPEAKER_1: Ich glaube, da ist noch einiges fällig.
SPEAKER_2: Also große Empfehlung.
SPEAKER_2: Vergeben Sie das?
SPEAKER_3: Ja, die erste Staffel ist leider nicht mehr im Streaming.
SPEAKER_3: Da gucken Sie, ob Sie noch mal neue Heimat finden.
SPEAKER_3: Jetzt noch dieses Jahr 2025 ist Staffel 2 auf Netflix.
SPEAKER_1: Okay, ich habe jetzt extra wie Star Trek Paramount, was ich ansonsten von den Filmen hier furchtbar finde.
SPEAKER_1: Aber da sind genau die nicht dabei.
SPEAKER_3: Ja, das hat leider Paramount Plus verlassen.
SPEAKER_3: Die haben das aus dem Katalog geschmissen.
SPEAKER_3: Und dann gab es eine größere Fanaktion.
SPEAKER_3: Wir haben da unter anderem einen Chessner gestartet und über Hollywood fliegen lassen.
SPEAKER_3: Klatsche.
SPEAKER_3: Und dann vor allem Netflix, weil dort einige beim Netflix-Gebäude Fans sich versammelt haben.
SPEAKER_3: Und auch Leute aus der Produktion, die haben dann da schöne Fotos gemacht, wie die Chessner mit unserem Hashtag SaveStarTrekProdigy über Netflix geflogen ist.
SPEAKER_3: Und die haben es tatsächlich gekauft.
SPEAKER_3: Und der Vertrag ist jetzt leider ausgelaufen.
SPEAKER_3: Also es lief irgendwie, wie lange war das?
SPEAKER_3: Waren das zwei Jahre?
SPEAKER_3: Ich bin nicht mehr sicher.
SPEAKER_3: Also jetzt im Sommer ist leider Staffel 1 dann nach dem Vertragszeitraum von Netflix wieder gelöscht worden, weil die Lizenz abgelaufen war.
SPEAKER_3: Und Staffel 2 endet leider 2025 dort.
SPEAKER_3: Vielleicht gibt es beide eine neue Heimat, aber es gibt es auch auf Disc zu kaufen, DVD, Blu-ray.
SPEAKER_3: Es gibt Halbstaffeln und Staffelboxen.
SPEAKER_3: Ich glaube auch eine Gesamtbox.
SPEAKER_3: Und es lohnt sich meiner Meinung nach wirklich.
SPEAKER_3: Es ist eine sehr, sehr schöne Serie.
SPEAKER_1: Okay, okay.
SPEAKER_1: Ich baue das beim Kopf.
SPEAKER_2: Ja, da kannst du noch mal ein bisschen was an Star Trek nachholen.
SPEAKER_2: Weil da gibt es halt auch immer Sachen, schöne Einblicke in neue, so Abgründe, kann man sagen.
SPEAKER_2: Aber auch, wie heißt das, Lower Decks.
SPEAKER_2: Kennst du das?
SPEAKER_1: Ich habe nur einmal reingeguckt.
SPEAKER_1: Ich ertrag diese Stimme nicht.
SPEAKER_1: Das ist für mich echt ein Problem.
SPEAKER_2: Okay.
SPEAKER_1: Und dann habe ich es wieder gelassen.
SPEAKER_1: Ich weiß, dass da wichtige Sachen drin sind, unter anderem eben die beiden Belugas.
SPEAKER_2: Unter anderem, ja.
SPEAKER_1: Ich werde auch noch einen Anlauf dazu machen.
SPEAKER_1: Vielleicht stelle ich dann die Lautstärke einfach runter.
SPEAKER_2: Ich kann es verstehen, wenn du sagst, okay, dir ist das zu schnell oder zu laut oder was auch immer.
SPEAKER_2: Verstehe ich nicht.
SPEAKER_2: Man muss nicht alles von Star Trek lieben.
SPEAKER_2: Also mir geht es halt auch so.
SPEAKER_2: Ich habe halt auch die eine oder andere Serie von Star Trek, die ich nicht so toll finde.
SPEAKER_2: Aber das ist auch in Ordnung.
SPEAKER_2: Man muss nicht alles von Star Trek lieben.
SPEAKER_2: Aber wenn wir halt über diese Vollständigkeit sprechen wollen, muss ich ganz ehrlich sagen, das muss ich mir zumindest einmal angeschaut haben, dass ich sagen kann, okay, ich weiß, worum es da geht.
SPEAKER_2: Weil das einfach zum Kanon mit dazu gehört.
SPEAKER_2: Und auch wenn das Zeichentrick ist, Lower Decks, ich persönlich finde, das ist halt ganz, ganz großes Kino.
SPEAKER_2: Es ist wirklich gut gemacht.
SPEAKER_2: Und es ist nicht nur referenziell auf das, was schon mal lief, sondern malt all dieses ganze Star Trek-Universum noch weiter aus, gibt ihm ganz viel Tiefe, erklärt Dinge, die wir vorher nicht gesehen haben oder die wir nicht erklärt bekommen haben.
SPEAKER_2: Ich finde es richtig, richtig stark.
SPEAKER_3: Ich liebe es ja auch sehr.
SPEAKER_1: Das habe ich schon häufiger gehört.
SPEAKER_3: Ja, genau.
SPEAKER_3: Und es erzählt einfach ganz wundervolle Charaktere.
SPEAKER_3: Aber na klar, die Darreichungsform ist nicht jedermanns Sache.
SPEAKER_3: Das ist auch verständlich.
SPEAKER_3: Aber ich bin hier bei Trekkiepedia.
SPEAKER_3: Wir reden halt über das komplette, das komplette etwas, das komplette Star Trek.
SPEAKER_3: Und von daher haben wir natürlich alles gesehen.
SPEAKER_3: Und für uns ist Star Trek auch nie zu Ende.
SPEAKER_3: Wir diskutieren unermüdlich weiter.
SPEAKER_3: Und wenn ihr das mit uns machen wollt, dann könnt ihr euch melden.
SPEAKER_3: Also einmal findet ihr unsere Seite auf trekkiepedia.podigee.io.
SPEAKER_3: Und Trekkiepedia schreibt sich mit Doppel-K und IE.
SPEAKER_3: Haut alle Buchstaben raus, gebt uns alles, was ihr habt.
SPEAKER_3: Die E-Mail-Adresse findet ihr im Impressum.
SPEAKER_2: Genau.
SPEAKER_2: Und auf Mastodon findet ihr uns auf at trekkiepedia at podcasts.social.
SPEAKER_3: Und auf bluesky at trekkiepedia.bsky.social.
SPEAKER_3: Genau.
SPEAKER_2: Leider ist unser X-Account, also unser Twitter-Account früher, nicht mehr aktiv.
SPEAKER_2: Wir haben ihn ja noch drin gelassen.
SPEAKER_2: Aber ich glaube, bitte habt Verständnis.
SPEAKER_2: Wir wollten das halt einfach nicht mehr unterstützen, was da so passierte.
SPEAKER_2: Und deswegen sind wir dann nicht mehr an dieser Stelle.
SPEAKER_2: Aber ihr findet uns halt auf die gerade angesprochenen Medien.
SPEAKER_3: Genau.
SPEAKER_3: Und Bettina, vielen, vielen Dank, dass du uns heute unterstützt hast.
SPEAKER_3: Das war ganz, ganz wundervoll.
SPEAKER_3: Ja, dem schließe ich mich an.
SPEAKER_2: Also das war wirklich ganz, ganz toll.
SPEAKER_2: Du hast es nochmal schön aufgefüllt.
SPEAKER_2: Und ich finde, dass du dir eine deutliche Tiefe von wissenschaftlicher Seite geben konntest.
SPEAKER_1: Ich möchte mich ganz herzlich für die Einladung bedanken.
SPEAKER_1: Und ich rede wirklich gerne über Star Trek.
SPEAKER_1: Und es hat unglaublichen Spaß gemacht.
SPEAKER_1: Ich finde es uns wunderbar, um Wissenschaft anzubringen.
SPEAKER_1: Vielen Dank.
SPEAKER_2: Dann bedanken wir uns und dann hören wir uns demnächst bei der nächsten Folge.
SPEAKER_2: Mal gucken, worum es daran geht.
SPEAKER_2: Macht's gut.
SPEAKER_3: Tschau.
SPEAKER_3: Tschüss.